
Wie lautet nun diese Antwort?
Sie klingt ganz einfach: Gemeinsamkeit! Wir brauchen gemeinsame Interessen, gemeinsame Lösungen, gegenseitiges Verständnis und gegenseitige Ergänzung. So wie es in einem großen System keine einzelnen Teile gibt, die unabhängig vom Ganzen sind, so gibt es auch in der Menschheit weder Menschen noch Völker noch Länder, die in der Lage wären, allein mit ihrer eigenen Bestimmung zu leben.
Wir alle sind gerade durch unser Potenzial zum Wohl des Ganzen wertvoll, und nur darin entfaltet sich die Individualität eines jeden in all ihren Facetten und eröffnet immer neue Ebenen der Einheit.
Nur in einer solchen Gesellschaft werden wir den Sinn finden, für den es sich lohnt zu leben, zu arbeiten und zu lieben. Unser Leben wird ruhiger und ausgeglichener sein, von Hektik und Ängsten befreit, in unseren Augen einen neuen Wert erlangen und gleichzeitig den erstaunlichen Reichtum menschlicher Beziehungen, der Verbindungen von Herz zu Herz offenbaren.
Bevor der Mensch etwas tut, wird er lernen zu prüfen, wohin es ihn führt, was es ihm bringt, ob es ihn glücklicher macht. Mit anderen Worten: ob es die Gesellschaft, die Welt, in der er lebt, glücklicher macht. Und ein solcher Ansatz wird äußerst praktisch sein.
Wir befinden uns derzeit in einer Übergangsphase. Die Menschheit muss das Geschehen noch verdauen und sich der neuen Tendenzen bewusst werden. Eines Tages wird sie sich klar in den Fängen jener Kreise wiederfinden, die ihr die Lebenskraft aussaugt, sie einschüchtert, verwirrt und in die Enge treibt, indem sie mit ihr spielen, als wäre sie ein Spielzeug. Und dann wird sich der Schleier lüften. Nicht Ökonomen noch Politiker noch die Größen der sozialen Medien und der Hightech-Branche – das Leben selbst wird uns zeigen, was mit uns geschieht.
Letztendlich wird die Welt begreifen: Man muss nicht aus den Wellen lernen, die über sie hinwegrollen, sondern aus den Veränderungen, die diese Wellen in ihr hinterlassen. Die Natur spricht heute zu uns in der Sprache des Wandels. Tatsächlich verändern wir uns, ohne es zu merken, wir wandeln uns innerlich. Und wenn sich dies endlich in unserem Bewusstsein manifestiert, wird sich vor uns eine geeinte Welt abzeichnen, deren Reichtum nicht in Geld gemessen wird, sondern in der Qualität unserer Verbundenheit.
