Dr. Michael Laitman To Change the World – Change Man

Krankheiten: Warum wir sie nicht besiegen – sondern verstehen müssen

Ist es möglich, die Krankheiten auszumerzen, die uns peinigen?

Diese Frage begleitet die Menschheit seit ihren Anfängen. Doch bevor wir sie beantworten können, müssen wir eine grundlegendere Frage stellen: Was ist eine Krankheit eigentlich?

Wenn der Mensch gegen die Natur arbeitet

Eine Krankheit beginnt nicht erst in dem Moment, in dem Symptome auftreten. Sie entsteht als Abfolge von Ursache und Wirkung – von einem inneren Ungleichgewicht bis hin zum physischen Ausdruck.

Unsere Gedanken und Einstellungen beeinflussen das zentrale Nervensystem. Dieses wirkt wiederum auf das periphere Nervensystem und weiter auf jede Zelle des Körpers. Wenn unser innerer Zustand aus dem Gleichgewicht gerät, verlieren auch unsere Zellen ihr Gleichgewicht und beginnen, entgegen den Naturgesetzen zu arbeiten.

Das Ergebnis nennen wir dann Krankheit. Oft sprechen wir von Stress als Ursache – dabei ist Stress nur ein Symptom. Die tieferliegende Ursache ist ein Mangel an Harmonie zwischen uns und den grundlegenden Gesetzen der Natur.

Wenn wir die Natur verstehen, verschwindet die Krankheit

Wenn der Mensch beginnt, die Naturgesetze zu verstehen und freiwillig zu befolgen, verliert die Krankheit ihre Grundlage. Dann – so sagen es die alten Weisheiten – leben wir in Frieden, Gleichgewicht und Gesundheit. Nicht, weil wir Krankheiten bekämpfen, sondern weil wir keine Ursachen mehr erzeugen.

Der Arzt als Lehrer – und was unsere Gesellschaft daraus gemacht hat

Interessant ist, dass das Wort Doktor im Lateinischen „Lehrer“ bedeutet. Ein Arzt sollte also jemand sein, der uns beibringt, wie wir gesund leben – nicht jemand, der uns verwaltet, repariert oder mit Medikamenten ruhigstellt.

Wie weit hat sich unser modernes, egoistische getriebenes Medizinsystem von dieser ursprünglichen Aufgabe entfernt?

Was uns eine gesunde Zelle über Heilung lehren kann

Die Natur zeigt uns bereits, wie Gesundheit funktioniert.
Eine gesunde Zelle:

  • nimmt nur das auf, was sie wirklich braucht,
  • gibt so viel wie möglich an den Organismus zurück,
  • arbeitet für das Wohl des gesamten Systems.

Eine Krebszelle dagegen:

  • nimmt mehr, als sie braucht,
  • zerstört das Gewebe um sich herum,
  • tötet am Ende den gesamten Organismus – und sich selbst.

Das ist nicht nur ein biologisches Phänomen. Es ist ein Spiegel für das, was mit unserer globalen Gesellschaft geschieht.

Die Gesellschaft im Krankheitsstadium

Auch soziale Krankheiten haben eine lange Verhüllungsperiode. Lange bevor wir Krisen, Spaltungen, Gewalt, Einsamkeit oder Gesundheitskatastrophen sehen, arbeiten die Ursachen im Verborgenen: übermäßiger Egoismus, Konkurrenz, Ausbeutung, Entfremdung.

Wenn die Symptome sichtbar werden, ist der Prozess bereits weit fortgeschritten.

„Unsere Gesellschaft verhält sich wie eine Krebszelle: Sie will wachsen, konsumieren und profitieren – ohne Rücksicht auf den Gesamtorganismus.“

Heilung beginnt mit Erziehung – nicht mit Medikamenten

Ein Arzt sollte, nicht nur ein Reparateur des Körpers sein, sondern ein Erzieher: jemand, der uns lehrt, wie wir im Gleichgewicht mit der Natur leben können.

Denn jede Krankheit – körperlich oder gesellschaftlich – hat ihre Wurzeln in einem einzigen Faktor: Egoismus.

Baal HaSulam schrieb in „Die Einführung zum Buch Sohar“:

„Sowie der Egoismus aus der Welt verschwindet, werden auch die Ursachen aller Krankheiten nicht mehr da sein, da er ihre Ursache ist.“

Krankheiten verschwinden nicht durch medizinischen Fortschritt allein. Sie verschwinden, wenn wir lernen, miteinander zu leben wie gesunde Zellen in einem Körper: gebend, verbunden, im Gleichgewicht.

Basierend auf einem Gespräch mit Dr. Michael Latiman. Geschrieben und bearbeitet von Studenten des Kabbalisten Dr. Michael Laitman.

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