{"id":991,"date":"2021-12-10T02:58:18","date_gmt":"2021-12-10T01:58:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/?p=991"},"modified":"2021-12-10T03:01:50","modified_gmt":"2021-12-10T02:01:50","slug":"mit-den-nerven-am-ende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/news\/mit-den-nerven-am-ende\/","title":{"rendered":"Mit den Nerven am Ende"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/nerv.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\"><\/p>\n<p><strong>Eine vertraute Szene: Das Kind ist launisch. Die Mutter redet auf ihn ein, verspricht ein Spielzeug, \u00e4rgert sich, droht; doch nichts hilft. Das Kind ignoriert alle Ermahnungen. Der Mutter ist der fehlende Gehorsam des Kindes peinlich. Sie kann jedoch nichts dagegen tun.<\/strong><\/p>\n<p>Wendet sich jedoch ein Fremder an das Kind, beruhigt es sich sofort. Es sch\u00e4mt sich. Denn es hat das Gef\u00fchl, dass es sein Verhalten vor einem Fremden nicht rechtfertigen kann. Mit der eigenen Mutter hingegen wird es sich immer einigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es stimmt, dass die Situation bei einem Kind unter drei Jahren anders ist. In der Regel sind kleinere Kinder von der Mutter vollkommen abh\u00e4ngig und daher folgsamer, wohingegen sie auf Aussenstehende kaum reagieren.<\/p>\n<p>Wie kann man also mit Kindern richtig umgehen?<\/p>\n<h3><strong>Vater<\/strong><\/h3>\n<p>Oftmals f\u00e4hrt die Mutter, ersch\u00f6pft vom Kampf mit dem ungehorsamen Kind, &#8222;schweres Gesch\u00fctz&#8220; auf &#8211; den Vater: &#8222;Na warte, wenn Papa kommt, erz\u00e4hle ich ihm alles!\u201d Manchmal wirkt es, manchmal auch nicht. Das h\u00e4ngt davon ab, inwieweit es seinen Vater als &#8222;\u00fcberm\u00e4chtige Kraft&#8220; ansieht.<\/p>\n<p>Besser w\u00e4re es, wenn das Kind \u00fcberhaupt nicht zwischen Vater und Mutter unterscheidet. Ein Elternteil sollte nicht die Strenge repr\u00e4sentieren und der andere die Gnade. Im Idealfall sollten sie ein Ein-Vater-Mutter-System darstellen. Mit anderen Worten: Sie sollten dieselbe Erziehung, dieselbe Meinung und dieselben Worte zugrundelegen. Andernfalls lernt das Kind schnell, dass es zwischen den Eltern man\u00f6vrieren kann: Wenn Papa es nicht erlaubt, dann gehe ich eben zu Mama.<\/p>\n<p>Eltern sollten nicht einzeln, sondern gemeinsam auf ihr Kind einwirken. Vater und Mutter m\u00fcssen sich in ihrer Erziehung einig sein.<\/p>\n<p>Wenn die Kinder klein sind, k\u00fcmmert sich nat\u00fcrlich die Mutter mehr um sie, aber der Vater sollte immer in Sichtweite sein. Wenn Kinder heranwachsen, nimmt die Bedeutung der Mutter ab und das Kind wird mehr und mehr von beiden Elternteilen beeinflusst.<\/p>\n<h3><strong>Die schlimmste Strafe<\/strong><\/h3>\n<p>Aber was k\u00f6nnen Sie tun, wenn das Kind seinem Vater oder seiner Mutter nicht gehorcht? Wenn weder gutes Zureden, Gespr\u00e4che, oder Schreien helfen. Die Nerven schwinden und das Kind ist wie eine Wand, gegen die man nicht ankommt.<\/p>\n<p>Strafe wird in dieser Situation nicht helfen. Die richtige Bestrafung kann nur die Scham vor Anderen sein. Im Allgemeinen ist Scham ein m\u00e4chtiges Instrument, das, richtig eingesetzt, das Verhalten jeder Person korrigieren kann. Scham ist schlie\u00dflich jedem Menschen eigen, denn jeder ist abh\u00e4ngig von der Meinung, die die Gesellschaft \u00fcber ihn hat.<\/p>\n<p>Um sich nicht sch\u00e4men zu m\u00fcssen, versucht man, kl\u00fcger, st\u00e4rker, imposanter oder gar krimineller auszusehen. Das Selbst verlangt, dass man sich in irgendeiner Weise abhebt. Dann wird man, wenn nicht von der ganzen Gesellschaft, so doch zumindest von seinem unmittelbaren Umfeld respektiert.<\/p>\n<p>Auch das ist dem Kind angeboren. Wenn man also mit diesem Gef\u00fchl richtig spielt und es nicht \u00fcbertreibt, um dem Kind nicht zu schaden, kann man als Eltern damit auf das Benehmen des Kindes positiv einwirken.<\/p>\n<p>Das muss nat\u00fcrlich gelernt werden, aber das ist ein Thema f\u00fcr ein anderes Gespr\u00e4ch. Schlie\u00dflich ist Scham die schlimmste Art der Bestrafung. Die Schaffung eines Umfelds, in dem sich Kinder f\u00fcr ihr Verhalten sch\u00e4men, l\u00f6st fast alle Probleme.<\/p>\n<p>Wenn man einem Kind alles erlaubt, denkt es, dass es alles darf, und es wird sp\u00e4ter im Leben leiden, weil es keine Selbstkontrolle hat. Ein verw\u00f6hntes Kind ist ein ungl\u00fcckliches Kind, das es im Leben sehr schwer haben wird. Das Uneingeschr\u00e4nktsein wird zum Programm.<\/p>\n<h3><strong>Die goldene Mitte<\/strong><\/h3>\n<p>Wie findet man die &#8222;goldene Mitte&#8220;, zwischen Verw\u00f6hnen und st\u00e4ndigem Massregeln? Das h\u00e4ngt von der Erfahrung ab. Manchmal k\u00f6nnen Sie Ihrem Kind erlauben, mehr S\u00fc\u00dfigkeiten zu essen, und manchmal nicht. Sie m\u00fcssen sich und Ihrem Kind beibringen, st\u00e4ndig miteinader zu sprechen. Dann k\u00f6nnen Sie die richtigen Worte finden, um sich zu erkl\u00e4ren und geh\u00f6rt zu werden.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist das nicht immer einfach, und Eltern sein bedeutet harte Arbeit. Es ist auch deshalb schwierig, weil es von den Eltern verlangt, dass sie ihr eigenes Verhalten kontrollieren. Schlie\u00dflich wird das Kind, ganz gleich was diese sagen, vom von Mutter und Vater vorgelebten Vorbild lernen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine vertraute Szene: Das Kind ist launisch. 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