{"id":968,"date":"2021-11-15T02:41:29","date_gmt":"2021-11-15T01:41:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/?p=968"},"modified":"2021-11-15T02:41:29","modified_gmt":"2021-11-15T01:41:29","slug":"die-traurige-wahrheit-ueber-unsere-existenz-und-was-wir-dagegen-tun-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/news\/die-traurige-wahrheit-ueber-unsere-existenz-und-was-wir-dagegen-tun-koennen\/","title":{"rendered":"Die traurige Wahrheit \u00fcber unsere Existenz und was wir dagegen tun k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/exist.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\"><\/p>\n<p>Die meisten von uns sind sich der Beweggr\u00fcnde f\u00fcr ihr Handeln nicht bewusst. Wir gehen sozusagen &#8222;auf Autopilot&#8220; durchs Leben und denken selten dar\u00fcber nach, was uns dazu veranlasst, zu tun, was wir tun, zu sagen, was wir sagen, und zu denken, was wir denken. Daf\u00fcr gibt es einen guten Grund: Niemand will erkennen, dass die Motivation f\u00fcr unser Handeln Angst ist. Wir sind st\u00e4ndig auf der Flucht, und der Gedanke daran ist unertr\u00e4glich.<\/p>\n<p>Einer meiner Nachbarn in dem Mietshaus, in dem ich wohne, hat gro\u00dfe Angst vor seiner Bank. Er ist hoch verschuldet, und die Bank k\u00f6nnte jederzeit alle seine Zahlungen und Dauerauftr\u00e4ge sperren. Ein anderer Nachbar hat schreckliche Angst vor der Polizei. Er wurde wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen und hat Angst, dass die Polizei kommt und seine Wohnung durchsucht. Vor allem aber bef\u00fcrchtet er, dass die Polizei mit Durchsuchungsbefehlen in sein B\u00fcro kommen und ihn vor seinen Kollegen blamieren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Uns allen geht es so, wir haben Angst vor etwas, vor vielen Dingen. Wir haben Angst davor, was die Leute von uns denken und was sie \u00fcber uns sagen werden.Wir haben auf so vielen Ebenen Angst um unsere Kinder, dass wir es nicht einmal ansatzweise beschreiben k\u00f6nnen. Wir haben Angst vor dem Virus, dem Klima, vor Terroristen, Angst davor, von anderen, Kollegen und Chefs ausgenutzt zu werden, und wir sorgen uns um unsere und die Zukunft unserer Kinder.<\/p>\n<p>Kurz gesagt, wir sind unfreiwillig in ein Netzwerk von \u00c4ngsten verstrickt, das unser Leben in jedem einzelnen Moment gestaltet und bestimmt. Aber gerade durch dieses Netzwerk haben wir das Gef\u00fchl, dass wir am Leben sind, dass wir existieren. Der Druck, dem wir von allen Seiten ausgesetzt sind &#8211; ausgehend von der unbelebten \u00fcber die pflanzliche und tierische bis hin zur menschlichen Stufe &#8211; l\u00e4sst uns diese Welt und uns selbst in ihr sp\u00fcren.<\/p>\n<p>Allerdings ist es ein negatives Gef\u00fchl. Wir haben Angst vor allem. Wir versuchen, das Leben zu genie\u00dfen, aber alles, was wir bekommen, ist Druck von der Regierung, der Bank, dem Boss, den Kindern, der Sozialversicherung und so weiter. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir uns f\u00fcr gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, wenn uns nichts und niemand mehr st\u00f6rt. Aber dies bedeutet nicht Gl\u00fcck, sondern lediglich die Abwesenheit von Leid.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen nicht aufh\u00f6ren, Angst zu haben; so ist die Welt und so sind wir aufgebaut. Wir k\u00f6nnen jedoch \u00e4ndern, was uns Angst macht, was wiederum unsere Gef\u00fchle ver\u00e4ndern wird.<\/p>\n<p>Wir sind Wesen, die nach Genuss streben. Wir haben Angst davor, m\u00f6glicherweise verletzt zu werden oder nicht genie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Daher h\u00e4ngt unsere Angst davon ab, was wir genie\u00dfen wollen. Wenn wir andere Dinge als bisher genie\u00dfen wollen, werden wir uns vor anderen Dingen f\u00fcrchten, und unser ganzes Weltbild, ja unsere ganze Welt, wird sich entsprechend ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Der Trick, um aus dem deprimierenden, traurigen Zustand unserer Existenz herauszukommen, besteht darin, uns nicht mehr auf uns selbst, sondern auf die anderen zu konzentrieren. Betrachten wir doch einmal M\u00fctter, die sich auf die Erziehung ihrer Kinder konzentrieren. Sowohl Menschen- als auch Tierm\u00fctter geben ein gro\u00dfartiges Beispiel f\u00fcr den Mut und die Kraft, die sie aus der F\u00fcrsorge f\u00fcr andere, n\u00e4mlich ihre Jungen, sch\u00f6pfen.<\/p>\n<p>Daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen. Die Liebe einer Mutter entspringt der Natur, aber die Liebe zu Fremden erfordert Training und \u00dcbung und bedarf eines breiten gesellschaftlichen Konsenses. Doch genau das brauchen wir heute, und zwar dringend. Wir m\u00fcssen lernen, Angst davor zu haben, uns nicht genug zu k\u00fcmmern, nicht genug zu geben. Unser Druck muss der Druck liebender M\u00fcttern sein &#8211; jener Druck, der Leben hervorbringt &#8211; und nicht der Druck von Feinden, die ihre Gegner vernichten wollen. Der letztgenannte ist jener, den wir jetzt versp\u00fcren, und er bringt uns und die Welt, in der wir leben, um.<\/p>\n<p>Wir befinden uns in einem verzweifelten Zustand. Weder unser Planet noch die Menschheit werden den negativen Druck, den wir aufeinander und auf die Umwelt aus\u00fcben, noch lange aushalten k\u00f6nnen. Wenn wir unsere Sorgen und \u00c4ngste nicht von der Sorge um uns selbst auf die Sorge um andere verlagern, wird unser egozentrischer Fokus unsere eigene Zerst\u00f6rung herbeif\u00fchren.<\/p>\n<p>Mehr zu diesem Thema findet man in meinem Buch, \ud835\udc46\ud835\udc52\ud835\udc59\ud835\udc53-\ud835\udc3c\ud835\udc5b\ud835\udc61\ud835\udc52\ud835\udc5f\ud835\udc52\ud835\udc60\ud835\udc61 \ud835\udc63\ud835\udc60. \ud835\udc34\ud835\udc59\ud835\udc61\ud835\udc5f\ud835\udc62\ud835\udc56\ud835\udc60\ud835\udc5a \ud835\udc56\ud835\udc5b \ud835\udc61\u210e\ud835\udc52 \ud835\udc3a\ud835\udc59\ud835\udc5c\ud835\udc4f\ud835\udc4e\ud835\udc59 \ud835\udc38\ud835\udc5f\ud835\udc4e.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die meisten von uns sind sich der Beweggr\u00fcnde f\u00fcr ihr Handeln nicht bewusst. 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