{"id":812,"date":"2020-07-08T03:45:02","date_gmt":"2020-07-08T01:45:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/?p=812"},"modified":"2020-07-08T03:45:02","modified_gmt":"2020-07-08T01:45:02","slug":"einfach-nur-business","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/news\/einfach-nur-business\/","title":{"rendered":"Einfach nur Business"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/tlko-biznes1.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p><b>Gesundheit oder Wirtschaft? Trotz eines erneuten Ausbruchs <\/b><b>der Coronavirus-Epidemie werden in vielen L\u00e4ndern die Quarant\u00e4nema\u00dfnahmen weiter abgeschw\u00e4cht, um Unternehmer und ihre Mitarbeiter \u00fcber Wasser zu halten. Ist diese Strategie der Lockerung zielf\u00fchrend?<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der goldene Mittelweg ist oft am besten &#8211; nicht in Panik geraten aber auch nicht zu gelassen sein. Wir m\u00fcssen allm\u00e4hlich erkennen und akzeptieren, dass hinter der Epidemie die Natur selbst steht und ihr Ziel nicht darin besteht, uns auszuradieren, sondern uns dazu zu bringen, unsere Priorit\u00e4ten zu \u00e4ndern. Solange wir das nicht tun, wird die Coronakrise nicht enden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Welche Priorit\u00e4ten m\u00fcssen wir neu setzen? Was ist das f\u00fcr ein Priorit\u00e4tenwechsel? Im Gro\u00dfen und Ganzen geht es darum, die Haltung aufzugeben, dass es sowohl die Natur als auch die Mitmenschen auszunutzen gilt. Es ist nur eine Frage der Zeit bis alle Illusionen und Bankenblasen platzen, der Wettbewerb seinen Reiz verliert und das Kriterium f\u00fcr Erfolg sich in den Bereich des Sozialen verlagert.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Wirtschaft wird schrumpfen. Unsere Aufgabe ist es, ihre Funktionsf\u00e4higkeit w\u00e4hrend der \u00dcbergangsperiode zu erhalten. Wir brauchen sich schliesslich noch, nur in anderer Form: human und nicht wettbewerbslastig.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die riesige &#8222;Wampe&#8220; unserer Wirtschaft &#8211; die \u00dcberproduktion &#8211; wird durch egoistische, expansive Managementmethoden erzeugt. Das liegt in der menschlichen Natur. Uners\u00e4ttlichkeit ist das Credo der modernen Welt und ihr Verh\u00e4ngnis.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die St\u00e4rken des Kapitalismus sind zu Schw\u00e4chen geworden. Unter seinen Vorzeichen bringen wir den gesamten Planeten in grosse Gefahr.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Gleichgewicht ist das neue Paradigma. Es ist das Gebot der Zeit. Globale Krisen erfordern eine M\u00e4\u00dfigung des ehrgeizigen Strebens und eine Begrenzung der Habgier. Stabilit\u00e4t ist wichtiger als Profit. Das Business der Zukunft wird nicht an der Rentabilit\u00e4t gemessen werden, sondern daran, wie sehr wir es f\u00fcr das normale Leben, f\u00fcr die nachhaltige Entwicklung brauchen; nicht f\u00fcr die Expansion.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das Ziel muss eine Wirtschaft der gemeinsamen Interessen sein, die nicht mehr auf Egoismus und Wettbewerb, sondern auf Gegenseitigkeit und Zusammenarbeit beruht. Eine Wirtschaft des Gleichgewichts und des gesunden Menschenverstands.Wir sind noch nicht bereit daf\u00fcr. Aber<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">&nbsp;wir entwickeln uns bereits in diese Richtung. Der freie Markt hat seine Grenzen erreicht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Nat\u00fcrlich wird nicht alles in dieser Wirtschaft dem Staat geh\u00f6ren. Aber die gro\u00dfen, grundlegenden Sektoren werden sich allm\u00e4hlich vom Profitstreben verabschieden. Sie werden andere, dem Gemeinwohl dienende, Aufgaben \u00fcbernehmen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Nat\u00fcrlich kann dies erzwungen nicht werden. Dieses Modell l\u00e4sst sich nicht aufoktroyieren. Es kann nur organisch und im Gleichklang mit der Gesellschaft wachsen. Die Bed\u00fcrfnisse der Allgemeinheit werden in die Gesch\u00e4ftswelt sickern und diese von innen heraus transformieren. Der Staat wird die neuen gesellschaftlichen Realit\u00e4ten auf der legislativen und exekutiven Ebene konsolidieren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">W\u00e4hrend der Epidemie schrumpft der freie Markt bereits bis auf das N\u00f6tigste, und danach beginnen wir zu erkennen, dass ein Gro\u00dfteil davon a priori unn\u00f6tig war. Wir werden uns einfach daran gew\u00f6hnt haben.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">In Wirklichkeit ist der Prozess der &#8222;Gewichtsabnahme&#8220; sicherlich viel komplizierter, aber wenn wir ihre grundlegenden Punkte verstehen, wird uns das viel leichter fallen.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das Business, so wie es ist, sollte einen nat\u00fcrlichen Tod sterben d\u00fcrfen. Andernfalls werden wir es auf Kosten der allgemeinen Staatskasse k\u00fcnstlich beatmen m\u00fcssen, und wenn es seinen letzten Atemzug macht, haben wir selbst f\u00fcr die Beerdigung kein Geld mehr \u00fcbrig. Wir m\u00fcssen ihm mit seinen eigenen Worten jetzt antworten: &#8222;Es geht nur ums Gesch\u00e4ft&#8220;.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Und in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen und Verbindungen, m\u00fcssen wir endlich Menschen werden, nicht Konkurrenten.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesundheit oder Wirtschaft? Trotz eines erneuten Ausbruchs der Coronavirus-Epidemie werden in vielen L\u00e4ndern die Quarant\u00e4nema\u00dfnahmen weiter abgeschw\u00e4cht, um Unternehmer und ihre Mitarbeiter \u00fcber Wasser zu halten. Ist diese Strategie der Lockerung zielf\u00fchrend? 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