{"id":787,"date":"2020-04-23T18:01:41","date_gmt":"2020-04-23T16:01:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/?p=787"},"modified":"2023-11-26T16:23:53","modified_gmt":"2023-11-26T15:23:53","slug":"der-coronavirus-und-die-familienharmonie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/news\/der-coronavirus-und-die-familienharmonie\/","title":{"rendered":"Der Coronavirus und die Familienharmonie"},"content":{"rendered":"\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Das Coronavirus scheint uns zwischen zwei gegens\u00e4tzliche Pole gebracht zu haben: Einerseits geniessen wir es, zuhause mit der Familie zu sein, andererseits sind wir es nicht gewohnt eine so lange Zeit zusammen zu verbringen. Die Folgen dieser Gegens\u00e4tzlichkeit lassen deshalb nicht auf sich warten.<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Bereits zwei Wochen nach der Verh\u00e4ngung der Quarant\u00e4ne in Israel stieg dort die Zahl der Anzeigen von h\u00e4uslicher Gewalt um 760%.<br>Auch das psychologische Hilfezentrum erhielt dreimal mehr Anfragen als \u00fcblich.<br>Dies war vorhersehbar, denn die Menschen werden pl\u00f6tzlich mit ihren Verwandten eingesperrt. Und selbst wenn sie sich von ganzem Herzen lieben, sich umeinander k\u00fcmmern, hat sie niemand gefragt, ob es in Ordnung ist, dass sie nun die ganze Zeit aufeinander hocken m\u00fcssen! Selbst f\u00fcr einen liebenden Menschen ist das zu viel.<br>Vor dem Coronavirus hatte sich der Mensch das Leben recht angenehm eingerichtet, so dass er weitgehend zufrieden war. Man kam innerhalb einer oder zwei Stunden zur Arbeit. Bei der Arbeit war man in die Erf\u00fcllung seiner Pflichten vertieft und hatte gar keine Zeit, an seine Familie zu denken. Wenn der Mensch nach der Arbeit zu hause ankam, konnte er es sich einrichten allein mit sich zu sein: er setzte sich einfach an den Computer, schaltete den Fernseher ein oder schloss sich in seinem Zimmer ein. Die Familienmitglieder waren f\u00fcr ihn eine Art Background, er konnte sie einfach aus seinem Fokus ausblenden.<br>Jetzt aber l\u00e4uft seine ganze Familie st\u00e4ndig vor seinen Augen herum und l\u00e4sst ihm keinen freien Raum mehr: sie sind in seinem Kopf, in seiner Seele und in seinem Herzen \u2026 Das erdr\u00fcckt einfach jeden normalen Menschen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3><b>Die Coronavirus-Wirkung<\/b><\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Dies ist eine dieser unerwarteten Auswirkungen, die das Coronavirus hervorgerufen hat. Es zeigt uns, wie unf\u00e4hig wir sind, selbst mit den uns nahestehenden Menschen auszukommen. Sie sind die ganze Zeit mit uns in derselben Wohnung, das macht uns einfach wahnsinnig.<br>So sehr wahnsinnig, dass unser einzige Wunsch ist, vor ihnen wegzulaufen. Aber in der heutigen Situation k\u00f6nnen wir nirgendwo hinlaufen. Unsere Reaktion darauf ist, dass wir unseren \u00c4rger an unseren Lieben auslassen. Schuld daran sind nicht unsere Lieben und auch nicht die Quarant\u00e4ne. Schuld ist auch nicht das Coronavirus, das uns in dieses \u201cGef\u00e4ngnis\u201d gebracht hat.<br>Wir werden durch unseren eigenen nat\u00fcrlichen Egoismus eingesperrt. Er ist es, der nicht bereit ist, sich au\u00dfer mit seinen eigenen auch mit den Bed\u00fcrfnissen anderer zu befassen und uns und unseren Lieben dadurch das Leben zur H\u00f6lle macht.<br>Wenn wir diesen Egoismus nicht erkennen und anfangen ihn zu korrigieren, dass heisst, anfangen uns trotz unseres Egoismus zu bem\u00fchen richtige Beziehungen zwischen uns zu erschaffen, dann werden wir &#8211; selbst wenn wir das Haus wieder verlassen d\u00fcrfen &#8211; in dieser H\u00f6lle bleiben.<br>Die Wissenschaft der Kabbala sagt, dass Hass nicht ohne Liebe und Liebe nicht ohne Hass existieren kann. Plus und Minus, Positiv und Negativ gehen immer Hand in Hand und schaffen ein Gleichgewicht in der Natur. K\u00f6nnen wir zwischen Liebe und Hass balancieren werden wir f\u00fchlen, dass wir ein erf\u00fclltes Leben f\u00fchren.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h3><b>Verbindung zwischen Plus und Minus<\/b><\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Um Meinungsverschiedenheiten zwischen Ehepartnern zu \u00fcberwinden und Harmonie zu erreichen, braucht es jedoch immer einen bestimmten Faktor, \u00fcber den sich die Ehepartner zusammen verbinden k\u00f6nnen. Eine Art Verbindung zwischen Plus und Minus, so das kein Kurzschluss auftritt. Kinder k\u00f6nnen zu solch einer Verbindung in der Familie werden. Die gemeinsame Sorge um sie kann dazu beitragen Spannungen in Beziehungen zu \u00fcberwinden. Je mehr sich Ehepartner selbst zum Wohle der Kinder zur\u00fccknehmen desto st\u00e4rkere und harmonischere Beziehungen zwischen sich werden sie aufbauen k\u00f6nnen. Und alle werden davon profitieren &#8211; Erwachsenen und Kinder gleicherma\u00dfen.<br>Das Coronavirus hat also Voraussetzungen geschaffen, echte Familienharmonie zu erreichen. Dank ihm m\u00fcssen wir lernen freundlich, mit Respekt und in Liebe miteinander umzugehen. Von den heute \u00fcblichen oberfl\u00e4chlichen zwischenmenschlichen Beziehungen werden wir zu wirklich tiefen starken und herzlichen Beziehungen \u00fcbergehen. Und das, ohne das Haus verlassen zu m\u00fcssen.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Das Coronavirus scheint uns zwischen zwei gegens\u00e4tzliche Pole gebracht zu haben: Einerseits geniessen wir es, zuhause mit der Familie zu sein, andererseits sind wir es nicht gewohnt eine so lange Zeit zusammen zu verbringen. 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