{"id":728,"date":"2016-10-09T19:02:37","date_gmt":"2016-10-09T17:02:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/?p=728"},"modified":"2017-04-23T21:44:14","modified_gmt":"2017-04-23T19:44:14","slug":"wie-wird-man-israel-los-mittlerweile-gestrichener-neuer-kurs-an-der-berkeley-universitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/articles\/wie-wird-man-israel-los-mittlerweile-gestrichener-neuer-kurs-an-der-berkeley-universitaet\/","title":{"rendered":"&#8222;Wie wird man Israel los&#8220;, Mittlerweile gestrichener neuer Kurs an der Berkeley Universit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-353\" title=\"Klima - Der Ball liegt in unserem Spielfeld\" src=\"http:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/berkeley.png\" alt=\"\" width=\"456\" height=\"190\" \/><\/p>\n<p>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.de\/michael-laitman\/wie-wird-man-israel-los-m_b_12335574.html?utm_hp_ref=blogs\">Huffpost.de<\/a>)<\/p>\n<p>Als ich von diesem Kurs h\u00f6rte, erinnerte ich mich an einen d\u00fcsteren Abend, den ich 2004 bei Hillel an der Universit\u00e4t von Kalifornien, Berkeley, verbracht habe. An diesem Abend hielt ich dort einen Vortrag \u00fcber die Weisheit der Kabbala und \u00fcber das, was sie \u00fcber die j\u00fcdische Einheit und die Rolle des j\u00fcdischen Volkes in der Welt sagt.\u00a0Es war ein kalter Abend und ein kalter Empfang. Dennoch versuchte ich es, konnte aber keine Verbindung mit den Studenten aufbauen; sie wollten nicht akzeptieren, dass das j\u00fcdische Volk eine Rolle und eine Verpflichtung gegen\u00fcber der Welt haben.<\/p>\n<p>Unmittelbar in Anschluss an den Vortrag sprach mich ein Mann an und sagte, dass Hillel nicht der Ort daf\u00fcr sei, um \u00fcber die Rolle des j\u00fcdischen Volkes zu sprechen, da die Leute hier alles haben w\u00fcrden, was sie brauchen. Ich versuchte ihm zu sagen, dass j\u00fcdisch zu sein nichts damit zu tun hat, was wir brauchen, sondern damit, was andere brauchen und was der Rest der Welt braucht.\u00a0Ich versuchte zu erkl\u00e4ren, dass wir uns nicht um unsertwillen vereinigen m\u00fcssen, sondern um der Welt willen, die in unserer \u00fcberegoistischen Gesellschaft verzweifelt nach einem Weg daf\u00fcr sucht, und dass wir daf\u00fcr bestimmt sind, das Vorbild zu sein. Er konnte mich nicht h\u00f6ren. Die Botschaft konnte einfach nicht in sein Bewusstsein dringen.<\/p>\n<p>Ich reiste ab. Ich wusste, dass es f\u00fcr Juden in San Francisco ohne die Verbindung zu ihrem Volk und dessen Rolle in dem Prozess, den die Welt durchlebt, und ohne das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Ausma\u00df der Abh\u00e4ngigkeit der Zukunft der Welt von der Korrektur, die Israel durchf\u00fchren muss, keine Zukunft geben w\u00fcrde.\u00a0Der Kurs, den die Universit\u00e4t Berkeley anzubieten plante, ist nur der Beginn der n\u00e4chsten Welle des Antisemitismus, der sich an amerikanischen Universit\u00e4ten ausgebreitet hat. Demn\u00e4chst werden sich die Universit\u00e4ten nicht einmal mehr bem\u00fchen, eine Fassade der akademischen Integrit\u00e4t aufrechtzuerhalten. Der einzige Zweck solcher Kurse wird darin bestehen, die pal\u00e4stinensische Sache voranzubringen und Israel zu de-legitimieren.<\/p>\n<p>J\u00fcdische Studenten f\u00fchlen sich an Universit\u00e4ten bereits sehr unwohl und teilweise bedroht. Viele von ihnen f\u00fcrchten sich schon jetzt davor, j\u00fcdische Symbole wie Halsketten mit dem Davidstern oder eine Kippa zu tragen. K\u00f6nnen wir uns vorstellen, wie sie sich f\u00fchlen werden, wenn solche Kurse allgegenw\u00e4rtig werden? Wer denkt, dass er zwischen antiisraelischen und judenfeindlichen Sentiments unterscheiden kann, soll auf die Geschehnisse in Europa schauen.<\/p>\n<p><strong>Das Ende des Moratoriums<\/strong><\/p>\n<p>Bis vor ein paar Jahren schien es noch, als h\u00e4tten amerikanische Juden eine geheime Formel gefunden, um den Antisemitismus aufzul\u00f6sen. Am Anfang des 20. Jahrhunderts und sogar bis in die 50er Jahre war der Antisemitismus, ob offenkundig oder verdeckt, noch immer ziemlich z\u00fcgellos, und Juden wurden oft von Universit\u00e4ten, Vereinen und bestimmten Berufen ausgeschlossen.\u00a0Der Holocaust und die anschlie\u00dfende Gr\u00fcndung des Staates Israel schienen eine neue \u00c4ra eingel\u00e4utet zu haben, und der Antisemitismus schien zusammen mit Hitler dahingeschwunden zu sein.<\/p>\n<p>Doch nun hat sich der Wind gedreht. Liel Leibovitz schrieb im <em>Tablet Magazine<\/em>, und ich stimme dem zu, dass sich die Politik f\u00fcr amerikanische Juden, ganz gleich wer die Wahl gewinnen werde, &#8222;in einer Art ver\u00e4ndern wird, die wir nicht einmal ansatzweise begreifen k\u00f6nnen, die aber auf nicht triviale Weise das Ende der mehr als ein halbes Jahrhundert langen j\u00fcdisch-amerikanischen Bl\u00fctezeit bedeuten wird.&#8220;\u00a0Auch wenn ich glaube, dass ein Sieg Clintons einen viel schnelleren und finstereren Niedergang herbeif\u00fchren wird, wird der Trend unabh\u00e4ngig vom Gewinner \u00e4hnlich verlaufen.\u00a0Das Moratorium auf offenkundigen Judenhass findet schnell zu einem Ende. Wenn wir eine weitere Trag\u00f6die in der scheinbar endlosen Kette von Verfolgungen, Vernichtungen und Vertreibungen vermeiden wollen, dann m\u00fcssen wir jetzt handeln und nur so, wie unsere Vorfahren uns dazu angewiesen haben.<\/p>\n<p><strong>Einheit, Unsere Beste Verteidigung<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie beste Verteidigung gegen Unheil ist Liebe und Einheit. Wenn es in Israel Liebe, Einheit und Freundschaft untereinander gibt, dann kann kein Unheil sie treffen&#8220; (<em>Maor Vaschemesch<\/em>). \u201eUns wird befohlen, in jeder Generation die Einheit unter uns zu st\u00e4rken. So k\u00f6nnen unsere Feinde uns nicht beherrschen&#8220; (<em>Das Buch des Bewusstseins<\/em>).\u00a0\u201eWenn die Einheit Israel im alten Zustand wieder herstellt, wird Satan keinen Ort finden, an dem er einen Fehler unterbringen kann&#8220; (<em>Schem Mischmuel<\/em>). \u201eDies ist die gegenseitige F\u00fcrsorge, an der Moses vor seinem Tod so hart gearbeitet hat, um die Kinder Israels zu vereinigen. Ganz Israel ist f\u00fcreinander verantwortlich, das hei\u00dft, wenn alle zusammen sind, sehen sie nur Gutes&#8220; (<em>Schallende Stimme<\/em>)<\/p>\n<p>Vor der Zerst\u00f6rung des Tempels entwickelten unsere Vorfahren eine einzigartige Methode der Verbindung. Weder unterdr\u00fcckten sie den Charakter oder die Talente der Anderen, noch nutzten sie einander aus. Sie nutzten ihre individuellen F\u00e4higkeiten f\u00fcr das gemeinsame Wohl und errichteten dadurch eine Gesellschaft, welche sowohl die individuelle Selbstverwirklichung des Einzelnen unterst\u00fctzte als auch das soziale Gef\u00fcge st\u00e4rkte, welches sie zusammenhielt.\u00a0Unsere Vorfahren unterdr\u00fcckten weder ihre Unterschiede noch spielten sie diese herunter. Sie ver\u00e4nderten nur das Ziel, welches sie mit ihrer Arbeit anstrebten. Anstelle des Strebens nach eigenem Vorw\u00e4rtskommen suchten sie nach einem Weg, die gesamte Gesellschaft voranzubringen und eine Win-win-Situation zu schaffen, in der jeder gewinnt.<\/p>\n<p>Dieser scheinbar kleine Unterschied bringt eine grundlegende Ver\u00e4nderung mit sich. Er schafft ein gemeinsames Interesse, indem er das gesamte pers\u00f6nliche Potenzial von jedem einzelnen Mitglied der Gemeinschaft erkennt.\u00a0Des Weiteren bringt er jedes einzelne Mitglied der Gemeinschaft dazu, ein Interesse daran zu haben, das gesamte Potenzial aller anderen Mitglieder der Gemeinschaft zu erkennen, da dies f\u00fcr das Wohlergehen aller anderen Mitglieder der Gemeinschaft f\u00f6rderlich ist. Mit einem Wort, diese Ver\u00e4nderung des Ziels setzt die Theorie, seinen N\u00e4chsten wie sich selbst zu lieben, in die Praxis um.<\/p>\n<p>Heutzutage ist die einfache, aber effektive Methode der Verbindung, die unsere Vorfahren perfektioniert und mit den V\u00f6lkern zu teilen geschworen hatten, unerl\u00e4sslich f\u00fcr das \u00dcberleben unserer Gesellschaft. Jetzt m\u00fcssen wir sie uns selbst zuliebe und zuliebe der ganzen Menschheit verwirklichen, wie es uns unsere Weisen sagen.<\/p>\n<p><strong>Unser Einziges Verm\u00f6gen<\/strong><\/p>\n<p>Tief im Inneren tr\u00e4gt jeder Jude eine verborgene Erinnerung an diese Verbindung und an unsere Verpflichtung, die Methode weiterzugeben. Tief im Inneren f\u00fchlt jeder Nichtjude, dass Juden auf irgendeine Art zusammenhalten und f\u00fcreinander sorgen. Viele Nichtjuden wissen, dass die Einheit der Juden eine kraftvolle Sache ist, aber viele von ihnen interpretieren sie falsch und denken, dass wir die Welt erobern wollen.<\/p>\n<p>In der Natur ist es so programmiert, dass wir die \u00dcberbringer der Botschaft des Friedens und der Einheit sein werden, indem wir ein Beispiel setzen. Somit betrachten Menschen uns als \u00dcbelt\u00e4ter, solange wir dieser Aufgabe ausweichen. Wir m\u00fcssen unsere Einheit wieder entfachen und sie mit der Welt teilen. In diesem Zusammenhang schrieb Henry Ford, ein Antisemit: \u201eNeue Reformer, die auf dem Papier vorbildliche soziale Systeme entwerfen, sollten einen B\u00fcck auf das Gesellschaftssystem richten, unter dem die ersten Juden organisiert waren.&#8220;\u00a0Unsere Existenz ist in den Augen der Welt nur dann berechtigt, wenn wir der Welt den Frieden und das Lebensgl\u00fcck geben, welche sie verdient. Solange wir uneinig sind, verbreiten wir keine Einheit. Anstatt \u201eein Licht f\u00fcr die V\u00f6lker&#8220; zu sein, verbreiten wir das Gegenteil, und die Welt verschm\u00e4ht uns zu Recht.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen nur uns selbst f\u00fcr den Hass zwischen uns beschuldigen. Solange wir gemein zueinander sind, wird die Welt uns gegen\u00fcber gemein sein, da wir keine G\u00fcte verbreiten k\u00f6nnen. Wenn wir allerdings dieses besondere Verm\u00f6gen nutzen, die einzigartige Methode der Verbindung, die den Menschen lehrt, das eigene Potenzial zu verwirklichen und dabei die Gesellschaft zu festigen, dann wird unser Beispiel die Welt dar\u00fcber aufkl\u00e4ren, warum es Juden gibt und warum Juden unerl\u00e4sslich f\u00fcr ihr Lebensgl\u00fcck sind.<\/p>\n<p>Universit\u00e4tskurse, wie der Kurs, der zu Beginn dieses Beitrags erw\u00e4hnt wurde, haben nur eine Existenzberechtigung, solange wir nicht wissen, warum wir hier sind und was der Sinn unseres Lebens ist. Wenn wir allerdings erkennen, wer wir sind und was f\u00fcr ein gro\u00dfartiges Geschenk der Einheit wir der Welt geben m\u00fcssen, dann wird uns die Menschheit zum ersten Mal und f\u00fcr immer umarmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Quelle: Huffpost.de) Als ich von diesem Kurs h\u00f6rte, erinnerte ich mich an einen d\u00fcsteren Abend, den ich 2004 bei Hillel an der Universit\u00e4t von Kalifornien, Berkeley, verbracht habe. 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