{"id":3521,"date":"2026-02-14T10:41:00","date_gmt":"2026-02-14T09:41:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/?p=3521"},"modified":"2026-01-15T19:51:21","modified_gmt":"2026-01-15T18:51:21","slug":"zu-einem-streit-gehoeren-zwei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/news\/zu-einem-streit-gehoeren-zwei\/","title":{"rendered":"Zu Einem Streit Geh\u00f6ren Zwei"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:44% auto\"><figure  class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"427\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/pexels-shvets-production-7516285.jpg\" class=\"wp-image-3524 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/pexels-shvets-production-7516285.jpg 640w, https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/pexels-shvets-production-7516285-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Der 16. November wird als internationaler Tag der Toleranz gefeiert. In Zeiten wie diesen ist solch ein Tag von \u00e4u\u00dferster Notwendigkeit. Wenn heutzutage Politiker und Journalisten \u00f6ffentlich dazu aufrufen, Andersdenkende von der Gesellschaft zu entfernen und sie sogar \u201cbrennt sie nieder, weil wenn es \u00dcberlebende gibt\u2026, werden sie es wieder tun\u201d, rufen, so scheint Toleranz, nicht mehr als Illusion und Wunschdenken zu sein.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:15px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Intoleranz steigt wellenf\u00f6rmig an. Immer dann, wenn Intoleranz eine Spitze erreicht hat, bricht Gewalt in unterschiedlichster Form aus. Derzeit sieht es so aus, als w\u00fcrden wir eine weitere Spitze der Intoleranz ansteuern und wenn wir jetzt damit nicht besser umgehen werden als zuvor, wird dies st\u00e4rkere Ausma\u00dfe, als jene die wir in der Vergangenheit erlebt haben, annehmen. Und wenn uns die Geschichte etwas gelehrt hat, dann, dass die Spitzen immer h\u00f6her steigen und diese schlie\u00dflich zu noch brutaleren Gewalttaten f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00fcssen verstehen, dass die menschliche Natur nicht toleranter, sondern zunehmend extremer und fanatischer geworden ist, Tendenz steigend. Die Fr\u00fcchte dessen k\u00f6nnen wir jetzt, sehr gut beobachten \u2013 wie die eine Seite davon spricht die andere Seite vernichten zu wollen und bereits mit der Anwendung von physischer Gewalt droht. Es stellt sich nicht die Frage, ob es passieren wird, sondern eher mehr wann es passieren wird? Wenn beide Seiten in solchen Termini sprechen, wird es bald zu einem Krieg kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Heutzutage von Dingen, wie Freundschaft, G\u00fcte, Zusammengeh\u00f6rigkeit&nbsp; oder Toleranz \u2013 \u00c4hnlichem zu sprechen, wird bestenfalls in den meisten F\u00e4llen beim Gegen\u00fcber ein schmunzelndes L\u00e4cheln hervorrufen. Wahrscheinlicher ist, dass solche Worte mit Sarkasmus erwidert werden, denn es gibt zu Tage nichts Surreales, als Menschen darum zu bitten, sich tolerant zueinander zu verhalten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr als das! Je mehr Zeit verstreicht, desto schlimmer wird es. Die dynamische Natur des Menschen entfaltet zunehmend narzisstische Verhaltensz\u00fcge, hin zu mehr Intoleranz anderen gegen\u00fcber. Dieser Narzissmus ist bereits so sehr angewachsen, dass es mehr Familien mit nur einem obsorge \u2013 pflichtigen Elternteil gibt, als mit zwei Elternteilen. Zus\u00e4tzlich dazu sind \u00fcber 30 Prozent der in den Haushalten lebende Menschen alleinstehend, sprich Singles. Ist es \u00fcberhaupt unter solchen Umst\u00e4nden vorstellbar, dass Menschen jemanden anderen um sich haben wollen?<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn sich dieser Trend so weiter entwickelt, wird es bald keine amerikanische Demokratie mehr geben. Um das scheinbar Unausweichliche noch verhindern zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir uns auf radikale Weise neu erfinden und extrem umdenken. Jeder von uns muss einsehen, dass jene Person, welcher ich den Tod w\u00fcnsche und mit der ich einen Zwist habe, in Wirklichkeit meine Rettungsleine festh\u00e4lt. Denn es ist gerade diese Person, die es mir erm\u00f6glicht eine andere Position einzunehmen, sprich der\/die zu sein, der\/die ich heute bin, um mich dadurch selbst zu erkennen. Mein Gegen\u00fcber macht mich aus. Das soll aber nicht hei\u00dfen, dass ich jene Menschen, die ich nicht ausstehen kann, in allem Recht geben muss. Nein. Sondern eher, dass die Unstimmigkeiten zwischen uns, jenen Stoff bilden, welcher unserem Leben Farbe und Leben verleiht. Dazu bedarf es zweier Menschen, welche unterschiedlicher Meinung sind. Denn zu einem Streit geh\u00f6ren immer Zwei.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Natur, welche alle Lebewesen weiterentwickelt, verwandelt Pflanzen zu tierfressenden Pflanzen oder pflanzenfressende Tiere in Tiere, welche andere Tiere fressen. Alles ist ein voneinander abh\u00e4ngiges \u00d6kosystem, obwohl augenscheinlich keine Lebewesen das andere mag. Genauso treibt die Natur uns Menschen zur Entwicklung an. Sie vergr\u00f6\u00dfert die Unterschiede zwischen uns, bis wir eindeutig erkennen k\u00f6nnen, dass wir einander nicht ausstehen k\u00f6nnen,\u00a0 und doch sind wir voneinander abh\u00e4ngig, genauso wie es bei den Tieren der Fall ist. Wenn es keine Faschisten g\u00e4be, g\u00e4be es auch keine Kommunisten; wenn es keine S\u00e4kularen g\u00e4be, g\u00e4be es keine Religi\u00f6sen; wenn es keine Gem\u00e4\u00dfigten g\u00e4be, g\u00e4be keine Extremisten. Wir definieren uns durch das, was wir nicht sind, nicht weniger, oder sogar mehr, als durch das, was wird sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Unterschied zwischen Tier und Mensch ist, dass der Mensch in der Lage ist, die von der Natur erschaffenen Mechanismen zu erkennen, zu analysieren und wertzusch\u00e4tzen. Wenn wir das gro\u00dfe Ganze betrachten und sehen k\u00f6nnten, dass wir, die Menschheit, ein vielf\u00e4ltiges, facettenreiches Gef\u00fcge bilden, das genauso fantastisch, wie das der Tierwelt ist, w\u00fcrden wir einander nie und nimmer an die Gurgel gehen wollen. Ganz im Gegenteil, wir w\u00fcrden die Unterschiede zwischen uns wertsch\u00e4tzen und w\u00fcrdigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles braucht seine Zeit. S\u00e4mtliche Ansichten, selbst die Extremsten, haben ihren Platz in der Gesellschaft. Letzten Endes vertiefen und erweitern diese unser Verst\u00e4ndnis \u00fcber uns als menschliche Rasse. Ich denke, dass es jetzt an der Zeit ist, mit der negativen Seite der menschlichen Natur endg\u00fcltig Schluss zu machen und damit anzufangen uns die Unterschiede zwischen uns zum Wohle der gesamten Menschheit zu Nutze zu machen. Die Menschheit hat sich f\u00fcr unz\u00e4hlige Ideale eingesetzt. Doch jetzt ist die Zeit gekommen sich f\u00fcr das Ideal der Einigkeit&nbsp; (Einheit) einzusetzen, welches besagt, dass alles was man glaubt zu unterst\u00fctzen und f\u00fcr das man glaubt einzustehen, einem Selbst geh\u00f6rt, und unser Menschsein ausmacht. Einzig und allein eine Gesellschaft, welche Einheit (Verbindung) als h\u00f6chstes Ideal ansieht, wird in der Lage sein unterschiedliche Meinungen in sich zu tolerieren, diesen ihren rechtm\u00e4\u00dfigen Platz einr\u00e4umen und sie zur St\u00e4rkung und Verbesserung der gesamten Gesellschaft nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Basierend auf einem Interview mit dem Kabbalisten Dr. Michael Laitman<\/em>.\u00a0<em>Geschrieben\/bearbeitet von Studenten des Kabbalisten Michael Laitman.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der 16. November wird als internationaler Tag der Toleranz gefeiert. In Zeiten wie diesen ist solch ein Tag von \u00e4u\u00dferster Notwendigkeit. 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