{"id":2849,"date":"2023-08-12T20:44:05","date_gmt":"2023-08-12T18:44:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/?p=2849"},"modified":"2023-08-12T20:44:05","modified_gmt":"2023-08-12T18:44:05","slug":"weshalb-das-kaufen-von-dingen-den-menschen-gluecklich-macht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/news\/weshalb-das-kaufen-von-dingen-den-menschen-gluecklich-macht\/","title":{"rendered":"Weshalb das Kaufen von Dingen den Menschen gl\u00fccklich macht\u2026"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kar.jpg\" alt=\"\" width=\"307\" height=\"307\"><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es f\u00fchlt sich gut an, Dinge zu kaufen, weil es das eigene Ego erf\u00fcllt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der Mensch ist egoistisches Verlangen, das sich durch Nehmen, Kaufen und Empfangen befriedigt f\u00fchlt. Wenn man sich auf diese Weise Dinge verschafft, die man begehrt, erfreut sich das Ego. Diese Befriedigung ist jedoch, wie man weiss, von kurzer Dauer, denn das Verlangen des Ego wechselt scheinbar st\u00e4ndig. Es verh\u00e4lt sich wie ein Taxameter. Das Rad dreht sich weiter, und die Zufriedenheit nimmt mit jeder Sekunde ab.<\/span><\/p>\n<p><b>Was passiert, wenn der Genuss erlischt?<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Dann arbeitet der Mensch wiederum hart f\u00fcr die erneute Befriedigung seiner Verlangen. Das ganze Leben ist deshalb wie ein endloser Kreislauf von Arbeiten und Kaufen, Arbeiten und Kaufen bis zum Umfallen. Und trotzdem wird man nie zufrieden sein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Dieser Prozess kann nicht gestoppt werden, weil das menschliche Ego st\u00e4ndig w\u00e4chst. Mit jeder Befriedigung entfernt man sich vom fr\u00fcheren Zustand, in dem man eine gewisse Erf\u00fcllung empfunden hat, und ger\u00e4t in ein Gef\u00fchl der Leere und des Mangels. Dieser Mangel zwingt den Menschen, erneut nach Erf\u00fcllung zu suchen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Da das Ego st\u00e4ndig w\u00e4chst, beschleunigt sich auch das Tempo dieses Prozesses. Die Zeit zwischen einem Kauf, d.h. einem Moment des Genusses, und dem n\u00e4chsten, wird k\u00fcrzer. Doch jeder nachfolgende Genussmoment ist nur halb so befriedigend wie der vorherige.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ein Beispiel: Fr\u00fcher fuhr man einmal im Jahr f\u00fcr eine Woche in den Urlaub, alle waren zufrieden damit. Heute muss man im Sommer, im Winter und im Fr\u00fchling verreisen und am besten f\u00fcr mehr als eine Woche\u2026 So muss der Mensch immer neue Wege finden,&nbsp; um sich Genuss zu verschaffen, weil ihn das st\u00e4ndig wachsende Ego nie ganz zufrieden sein l\u00e4sst.<\/span><\/p>\n<p><b>Was ist der Grund daf\u00fcr? Warum w\u00e4chst das Ego st\u00e4ndig und f\u00fchrt dazu, dass man sich nach jeder Befriedigung noch leerer als zuvor f\u00fchlt?<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das Ziel dieses Prozesses ist es, den Menschen dazu zu bringen, nach der gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Erf\u00fcllung zu streben, die man sich jemals vorstellen kann. Solange der Mensch diese endg\u00fcltige, vollst\u00e4ndige Form der Erf\u00fcllung nicht erreicht, f\u00fchlt sich sein Ego leer. Dies f\u00fchrt dazu, dass der Mensch die vollst\u00e4ndige und unendliche Form der Erf\u00fcllung jenseits der kleinen, weltlichen Freuden erreichen m\u00f6chte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">So sagte auch der Kabbalist Yehuda Ashlag (Baal HaSulam):<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">\u201e<\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">\u2026aufgrund der Tatsache, dass alle menschlichen Errungenschaften und Reicht\u00fcmer nur f\u00fcr ihn selbst sind, und sogar, wenn der Mensch Hundert hat, er sich Zweihundert w\u00fcnscht, folgt, dass er an seinem Todestag nicht einmal die H\u00e4lfte des Erw\u00fcnschten hat.So leidet er Qualen von zwei Seiten: sowohl den Kummer wegen der Vermehrung von Anstrengung, als auch den Kummer aufgrund des Mangels an Errungenschaften, denn es fehlt ihm \u00fcberall die H\u00e4lfte des Erw\u00fcnschten<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">.\u201c (Baal HaSulam, <\/span><a href=\"https:\/\/kabacademy.eu\/de\/2021\/05\/05\/das-studium-der-zehn-sefirot-teil-1\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Das Studium der zehn Sefirot, Teil 1<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Daher besteht das menschliche Leben darin, nach immer mehr Vergn\u00fcgen zu jagen. Aber indem man mehr Dinge erwirbt, wird der Genuss, den man aus dieser Jagd zieht, immer geringer. Ein anderes Beispiel f\u00fcr eine solche Spirale ist z.B. der zunehmende Konsum von Drogen. Die \u00fcblichen Vergn\u00fcgungen, mit denen sich die Menschen einst befriedigen konnten, erf\u00fcllen sie heute nicht mehr, das Ego verlangt nach mehr in immer k\u00fcrzeren Abst\u00e4nden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Man sieht also, dass die Menschheit sich in einem Prozess von st\u00e4ndig abnehmender Befriedigung befindet und entsprechend einem st\u00e4ndig zunehmenden Gef\u00fchl von Leere. Schlussendlich wird die Verzweiflung dar\u00fcber den Menschen zu einem Zustand bringen, in dem er sein Ego begraben und zu einer v\u00f6llig neuen und anderen Form der Erf\u00fcllung \u00fcbergehen will. Dann will er nicht mehr selbst Genuss empfangen, sondern anderen Genuss bereiten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Diese Umwandlung des \u201eGenie\u00dfens durch Empfangen\u201c zum \u201eGenie\u00dfen durch Geben\u201c ist&nbsp; vergleichbar dem physischen Prozess, wenn man zu Eltern wird. Als Eltern wechselt man zu einem Modus \u201edes Genie\u00dfens durch Geben\u201c an seine Kinder. Diese neue Art Freude zu empfinden, ist eine rein psychologische Umkehrung. Anstatt den Genuss zu erhalten, der sich so schnell in Luft aufl\u00f6st, indem man f\u00fcr sich etwas empf\u00e4ngt und trotzdem in dem Gef\u00fchl der Leere verbleibt, empfindet man Freude in einer neuen Form: Je mehr man der Welt, also allen anderen gibt, desto mehr Freude versp\u00fcrt man. Zudem werden diese besondere Form der Freude alle Menschen st\u00e4ndig und in unendlicher Form empfinden, da das Geben keine Grenzen kennt.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><em>Geschrieben\/bearbeitet von Sch\u00fclern des Kabbalisten Dr. Michael Laitman.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es f\u00fchlt sich gut an, Dinge zu kaufen, weil es das eigene Ego erf\u00fcllt. Der Mensch ist egoistisches Verlangen, das sich durch Nehmen, Kaufen und Empfangen befriedigt f\u00fchlt. 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