{"id":2720,"date":"2023-05-26T18:26:17","date_gmt":"2023-05-26T16:26:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/?p=2720"},"modified":"2023-05-26T18:27:47","modified_gmt":"2023-05-26T16:27:47","slug":"wie-man-den-krieg-beendet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/news\/wie-man-den-krieg-beendet\/","title":{"rendered":"Wie man den Krieg beendet"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/warno.png\" alt=\"\" width=\"305\" height=\"172\"><\/p>\n<p>1914, w\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs, ereignete sich ein erstaunliches Ereignis. Zu einer Zeit, als in der N\u00e4he der belgischen Stadt Ypern eine halbe Million Menschen get\u00f6tet wurden, begannen die Soldaten am 24. Dezember vor Weihnachten pl\u00f6tzlich, die deutschen Sch\u00fctzengr\u00e4ben mit Girlanden und verschiedenen Lichtern zu schm\u00fccken. Sp\u00e4ter zogen sie auf neutrales Gebiet. Sowohl Franzosen als auch Briten kamen aus den feindlichen Sch\u00fctzengr\u00e4ben auf das neutrale Gebiet, so dass sich etwa 100.000 Menschen dort versammelten. Bis kurz davor hatten sie sich gegenseitig umgebracht, aber an diesem Tag kamen sie zusammen und vereinigten sich. Sie tauschten Souvenirs aus, sangen Lieder, tauschten Tabak, Wein und S\u00fc\u00dfigkeiten und spielten zusammen Fu\u00dfball mit Dosen.<br \/>\n2014 wurde zum Gedenken an dieses Ereignis ein Fu\u00dfball-Denkmal errichtet.<\/p>\n<p>Dies war ein unglaubliches Ereignis. Diejenigen, die sich zuvor auf Leben und Tod bek\u00e4mpften und sich hassten, kamen sich pl\u00f6tzlich n\u00e4her. Die Gener\u00e4le der Kriegsm\u00e4chte wurden sofort alarmiert. Und unter Androhung des Todes wurden die Soldaten zur\u00fcck in die Sch\u00fctzengr\u00e4ben gezwungen, und der Krieg ging weiter. Er dauerte weitere vier Jahre und kostete 20 Millionen Menschen das Leben.<\/p>\n<p>Die Schl\u00fcsselfrage, die sich aus diesem Beispiel ergibt, ist, ob es m\u00f6glich gewesen w\u00e4re, den Krieg auf der Ebene der Soldaten zu beenden. Aus diesem Ereignis ist ersichtlich, dass die Soldaten offenbar den Krieg h\u00e4tten beenden k\u00f6nnen, wenn sie es wollten. Da sie aber die Befehle ihrer Gener\u00e4le befolgen mussten, h\u00e4tten auch die Gener\u00e4le den Wunsch haben m\u00fcssen, den Krieg zu beenden. Was wiederum das Einverst\u00e4ndnis der n\u00e4chsth\u00f6heren Ebene erforderte usw. Das machte es unm\u00f6glich.<\/p>\n<p>Wie auch immer, dieses Ereignis hat stattgefunden. Man muss sich vorstellen, dass sich die Menschen gegenseitig im Nahkampf kaltbl\u00fctig umbrachten und Blut in Str\u00f6men floss, sie also nicht nur Gewehre und Raketen aus der Ferne ohne den Gegner zu sehen abfeuerten. Sie standen ihren Feinden direkt gegen\u00fcber, empfanden Hass auf sie, und in einem einzigen Moment verwandelte sich alles in einen Zustand der Verbundenheit.<\/p>\n<p>Das zeigt, dass sich selbst der st\u00e4rkste Hass in einem einzigen Moment in das Gegenteil kehren kann. Ein Kampf kann lange dauern, und dann, puff, ist der Hass pl\u00f6tzlich verflogen. Der Grund f\u00fcr den Hass ist pl\u00f6tzlich verschwunden.<\/p>\n<p>Das ist aber kein Wunder. Es ist ein Programm, das einfach abl\u00e4uft und die menschlichen W\u00fcnsche werden von ihm gesteuert. Es gibt keinen Grund f\u00fcr den Hass und auch nicht f\u00fcr die Liebe. \u00c4hnliches kann man beobachten, wenn Menschen, die einst scheinbar verliebt waren, pl\u00f6tzlich aufh\u00f6ren, sich zu lieben. Die Liebe, die sie zusammenh\u00e4lt, kann in einem Moment verschwinden. Selbst die Getrennten fragen sich dann, was sie am anderen geliebt haben.<\/p>\n<p>Die Tatsache, dass Gef\u00fchle von einem Moment auf den anderen pl\u00f6tzlich umschlagen k\u00f6nnen, zeigt, dass jede Verbindung, die ein Mensch herstellt, nicht auf seinen Gef\u00fchlen, sondern auf einem Ziel beruhen sollte. Das hei\u00dft, wenn die Idee verbreitet w\u00fcrde, dass es notwendig ist, sich zu vereinen, um als erstrebenswertesten Zustand die vollst\u00e4ndige Vereinigung untereinander zu erreichen, dann w\u00e4re das die st\u00e4rkste Grundlage, um dies auch zu erreichen.<\/p>\n<p>Der Ursprung dieser Idee liegt n\u00e4mlich in der h\u00f6heren Wurzel, dass die Menschheit urspr\u00fcnglich als ein einziges vereintes Bewusstsein geschaffen wurde. Sie durchlief einen Prozess des Zerbrechens und der Zerstreuung, bis sie sich in einer Realit\u00e4t wiederfand, in der sich heute alle als getrennt voneinander wahrnehmen. W\u00e4hrend dieses Zustands der Trennung, macht jeder Mensch eine gewisse Entwicklung durch, bis er einen Punkt erreicht, an dem er beginnt, wieder zum vereinten Zustand zur\u00fcckkehren zu wollen. Das hei\u00dft, ab einem bestimmten Punkt beginnt der Mensch zu sp\u00fcren, dass er sich im Gegenteil des gew\u00fcnschten Zustandes befindet und dass alle durch dieses Getrenntsein nun genug gelitten haben. Dann entwickelt sich ein neues Verlangen \u2013 der immense Wunsch nach dem gro\u00dfen Wandel zur\u00fcck zur vollst\u00e4ndigen Vereinigung.<\/p>\n<p><em>Geschrieben\/bearbeitet von Sch\u00fclern von Rav Michael Laitman.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1914, w\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs, ereignete sich ein erstaunliches Ereignis. 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