{"id":2562,"date":"2023-03-16T18:43:38","date_gmt":"2023-03-16T17:43:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/?p=2562"},"modified":"2023-03-16T18:43:38","modified_gmt":"2023-03-16T17:43:38","slug":"fast-nach-sigmund-freud","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/news\/fast-nach-sigmund-freud\/","title":{"rendered":"Fast nach Sigmund Freud"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/freud.jpg\" alt=\"\" width=\"332\" height=\"199\"><\/p>\n<p><strong>S. Vinokur:<\/strong> Der Mensch hat sich schon immer f\u00fcr seine innere Welt interessiert und versucht zu erkennen, wer er ist und was ihn zu seinen Handlungen antreibt.<br \/>\nIch m\u00f6chte einige Zitate von Siegmund Freud vorlesen.<\/p>\n<p>Freud dr\u00fcckte es so aus: &#8222;Wir suchen uns nicht zuf\u00e4llig jemanden aus. Wir treffen nur diejenigen, die bereits in unserem Unterbewusstsein existieren&#8220;.<\/p>\n<p><strong>M. Laitman:<\/strong> Nat\u00fcrlich. Sonst sehen wir die anderen nicht. Ich sehe und reagiere nur auf das, was schon in mir bereitliegt.<\/p>\n<p><strong>S. Vinokur:<\/strong> W\u00e4hlen wir auch unsere Partner auf diese Weise aus?<\/p>\n<p><strong>M. Laitman:<\/strong> Ja, es ist eigentlich alles schon vorgegeben.<\/p>\n<p><strong>S. Vinokur:<\/strong> Noch ein Freud Zitat: &#8222;Die Aufgabe, den Menschen gl\u00fccklich zu machen, geh\u00f6rte nicht zum Sch\u00f6pfungsplan.&#8220;<\/p>\n<p><strong>M. Laitman:<\/strong> Egoistisch gesehen, nein. Den Menschen in dem Sinne gl\u00fccklich zu machen, wie er es in unserer Welt begreift &#8211; nein. Auf keinen Fall! Im Gegenteil, es ist die Aufgabe des Sch\u00f6pfers, dem Menschen zu zeigen, dass er in der Welt ungl\u00fccklich ist, um ihn zu ermutigen, sich auf die Ebene des wahren Gl\u00fccks zu erheben.<\/p>\n<p><strong>S. Vinokur:<\/strong> Er fuhr fort: &#8222;Wir betreten die Welt einsam und verlassen sie einsam.&#8220;<\/p>\n<p><strong>M. Laitman:<\/strong> Nun, das ist eine ziemlich abgedroschene Wahrheit, die jeder versteht.<\/p>\n<p><strong>S. Vinokur:<\/strong> Aber stimmt sie?<\/p>\n<p><strong>M. Laitman:<\/strong> Ich glaube nicht, dass wir die Welt einsam betreten, denn wir sind instinktiv mit dem Organismus verbunden, aus dem wir stammen. Aber wir verlassen die Welt v\u00f6llig einsam. Und wenn wir uns im Alter unserem normalen Tod n\u00e4hern, f\u00fchlen wir uns in Erwartung des Todes bereits v\u00f6llig losgel\u00f6st von den anderen und einsam.<\/p>\n<p><strong>S. Vinokur:<\/strong> Und was w\u00e4re, wenn man, sagen wir, die Wissenschaft der Kabbala studieren w\u00fcrde?<\/p>\n<p><strong>M. Laitman:<\/strong> Nun, die Kabbala verbindet den Menschen mit der gesamten Sch\u00f6pfung, mit allen Seelen, der Vergangenheit und der Zukunft, \u00fcber der Zeit. Das ist also schon etwas ganz anderes, nicht im Sinne von Siegmund Freud.<\/p>\n<p><strong>S. Vinokur:<\/strong> Er fuhr fort: &#8222;Du h\u00f6rst nicht auf, im Au\u00dfen nach St\u00e4rke und Zuversicht zu suchen, du musst aber in dich hineinschauen. Sie waren immer schon da.&#8220;<\/p>\n<p><strong>M. Laitman:<\/strong> Es gibt keine St\u00e4rke im Menschen. Es gibt nur eine winzig kleine, egoistische Kraft, durch die er begreifen muss, dass er v\u00f6llig machtlos ist und dass er die wahre Kraft nur vom Sch\u00f6pfer bekommen kann. Und vom Sch\u00f6pfer erh\u00e4lt er sowohl die egoistische Kraft, die hart und sehr dunkel ist, als auch die altruistische Kraft, die hell und erhaben ist.<\/p>\n<p>Und mit Hilfe dieser beiden Kr\u00e4fte geht er, wie auf zwei Beinen, die Leiter hinauf und klettert zu einem Zustand absoluter Gl\u00fcckseligkeit, wo diese beiden gegens\u00e4tzlichen Kr\u00e4fte zusammenkommen und seine Seele bilden.<\/p>\n<p><strong>S. Vinokur:<\/strong> &#8222;Es ist typisch f\u00fcr den Menschen, dass er vor allem das begehrt, was er nicht erreichen kann.&#8220;<\/p>\n<p><strong>M. Laitman:<\/strong> Im Allgemeinen, nat\u00fcrlich. Denn in unseren irdischen Verh\u00e4ltnissen k\u00f6nnen wir nicht alles erreichen. Wir sind begrenzt. Ich bin ein Mann, keine Frau. Ich wurde unter bestimmten Umst\u00e4nden geboren. Ich bin kein K\u00fcnstler, kein Dichter, kein Schriftsteller, kein gro\u00dfer Wissenschaftler, kein Milliard\u00e4r, usw. Alles, was ich bin, ist im Grunde genommen &#8222;ich bin nicht&#8230;, ich bin nicht&#8230;, ich bin nicht&#8230;.&#8220;<\/p>\n<p>Es gibt so viele Beschr\u00e4nkungen, wenn man sich selbst verwirklichen will. Aber auch das ist nur in unserer Welt so. Und doch hat der Mensch Zugang zu einer h\u00f6heren Welt, der Welt der Kabbala, und dort kann er alles erreichen &#8211; die Welt der Unendlichkeit. Dort bekommt er vor allem die enormen Sehns\u00fcchte, die es nur in der h\u00f6heren Welt gibt, und er erf\u00fcllt sie alle. Deshalb nennt man sie &#8222;die Wissenschaft des Erf\u00fcllens&#8220; &#8211; die Wissenschaft der Kabbala.<\/p>\n<p><strong>S. Vinokur:<\/strong> Und noch eine sehr interessante Aussage von Freud: &#8222;Bevor Sie sich selbst mit Depressionen und geringem Selbstwertgef\u00fchl diagnostizieren, stellen Sie sicher, dass Sie nicht von Idioten umgeben sind.&#8220;<\/p>\n<p><strong>M. Laitman:<\/strong> Es ist eine Tatsache, dass man sich immer im Verh\u00e4ltnis zu anderen bewertet. Aber das ist nicht genug. Wir leben heute in einer Welt, in der wir anfangen, uns extrem deprimiert zu f\u00fchlen. Nicht einmal mit Blick auf die Menschen um uns herum.<\/p>\n<p>Diese Depression wird nicht mehr in Bezug auf die Menschen um uns herum gemessen. Sie wird in Bezug auf die n\u00e4chste Stufe gemessen, die wir erklimmen m\u00fcssen. Und deshalb reicht es nicht aus, auf die Menschen um sich herum zu schauen.<\/p>\n<p>Was ist also, wenn sie leiden oder nicht? Und was ist mit mir? In diesem Fall ist mein Selbst bereits aus der allgemeinen Gesellschaft herausgefallen und bedarf einer eigenen, besonderen, pers\u00f6nlichen Verwirklichung. Und da hilft es mir auch nicht mehr, auf die anderen zu schauen, unter was f\u00fcr Idioten ich mich befinde, dass ich \u00fcber ihnen stehe und nicht in Depressionen zu versinken. Meine Depression ist nicht ihretwegen.<\/p>\n<p>Die Depression ist wegen des wahren Wunsches in mir, auf die n\u00e4chste Stufe aufzusteigen, mich nicht mit ihnen, mit denen um mich herum zu verwirklichen, sondern mit dem Sch\u00f6pfer, mit der h\u00f6heren Stufe. Wenn ich den wahren Sinn der Existenz erkenne, erkenne ich mich selbst auf der Ebene der Ewigkeit, der Unendlichkeit, der Vollkommenheit. Das ist es, was in uns ist. Das ist der Grund, warum die Welt heute in einer solchen Depression versinkt. Dieser Freud\u00b4sche Ratschlag funktioniert also nicht mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S. Vinokur: Der Mensch hat sich schon immer f\u00fcr seine innere Welt interessiert und versucht zu erkennen, wer er ist und was ihn zu seinen Handlungen antreibt. Ich m\u00f6chte einige Zitate von Siegmund Freud vorlesen. 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