{"id":1909,"date":"2022-08-06T20:21:14","date_gmt":"2022-08-06T18:21:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/?p=1909"},"modified":"2022-08-06T20:21:14","modified_gmt":"2022-08-06T18:21:14","slug":"hunger-ist-ein-rollender-schneeball","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/news\/hunger-ist-ein-rollender-schneeball\/","title":{"rendered":"Hunger ist ein rollender Schneeball"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/schn.jpg\" alt=\"\" width=\"328\" height=\"217\"><\/p>\n<p><strong>Die weltweit steigende Inflation und die sich abzeichnende Nahrungsmittelknappheit haben einen Schneeball geschaffen, der den Berg hinunter rollt und direkt auf uns zukommt.<\/strong> Keiner ist sicher. Einige L\u00e4nder sind mehr gef\u00e4hrdet als andere, aber alle sind in Gefahr. Wir haben die Macht und die F\u00e4higkeit, die Situation zu entsch\u00e4rfen, vielleicht sogar die Krise ganz zu l\u00f6sen, aber das h\u00e4ngt davon ab, wie wir uns zueinander, zur Erde und zu Kriegen verhalten, n\u00e4mlich zu all den Problemen, die unser Leben wirklich zerst\u00f6ren &#8211; nicht Hunger, sondern Hass gegeneinander, der den Hunger verursacht.<\/p>\n<p>Die Krise wird jeden treffen. Die westliche Welt wird sie besser verkraften als die benachteiligten L\u00e4nder der Dritten Welt, aber alle werden die Hitze zu sp\u00fcren bekommen. In den \u00e4rmeren L\u00e4ndern wird es jedoch eine sehr ernste Krise sein, und die einzige M\u00f6glichkeit, sich darauf vorzubereiten, sind gemeinsame internationale Anstrengungen zur Vorbereitung auf das Ereignis und dessen Abmilderung.<\/p>\n<p>Es gibt auch technologische L\u00f6sungen. Israel beispielsweise verf\u00fcgt \u00fcber zahlreiche Technologien, um die Ernteertr\u00e4ge von Pflanzen zu steigern, ihre Abh\u00e4ngigkeit von Wasser und Boden zu verringern, ihr Immunsystem zu st\u00e4rken und sie weniger anf\u00e4llig f\u00fcr extreme Wetterereignisse zu machen.<\/p>\n<p>Kurzum, die Mittel und Wege zur \u00dcberwindung der Nahrungsmittelkrise sind vorhanden, die Ressourcen sind vorhanden, und die Produktionsmittel sind vorhanden. Wir k\u00f6nnten die Krise leicht \u00fcberwinden, wenn es nicht einen Fehler g\u00e4be: Jedes Land denkt nur an sich selbst, und wenn es an ein anderes Land denkt, dann immer nach dem Motto: &#8222;Wie kann ich es nutzen, um selbst davon zu profitieren&#8220;, ohne jegliche Verantwortung oder R\u00fccksicht auf das ausgebeutete Land.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund bin ich nicht optimistisch. Die Probleme sind zwar nicht unl\u00f6sbar, aber wir k\u00f6nnen nicht einmal die kleinsten Probleme l\u00f6sen, wie wir heute sehen, weil wir uns gegenseitig im Stich lassen.<\/p>\n<p>Alleine kann auch das st\u00e4rkste Land den Sturm nicht unbeschadet \u00fcberstehen. Aber gemeinsam kann uns nichts anhaben. Wenn wir zulassen, dass unser Ego den Ton angibt, entsteht eine Welt des Mangels, der Feindseligkeit und der Zerst\u00f6rung. Aber wenn wir uns dar\u00fcber erheben, reiten wir auf den wei\u00dfen Wellenk\u00e4mmen wie auf einem Surfbrett.<\/p>\n<p>Wir haben die menschliche Gesellschaft in eine Schlangengrube verwandelt. Wir vermeiden es nur dann, uns gegenseitig zu bei\u00dfen, wenn wir Angst haben, dass der Gebissene noch h\u00e4rter zur\u00fcck bei\u00dft. Aber wenn wir sehen, dass wir nicht zur\u00fcckgeschlagen werden, schlagen wir zu wie Vipern, ohne zu z\u00f6gern oder Reue zu zeigen.<\/p>\n<p>Um Fortschritte auf dem Weg zu einer L\u00f6sung zu machen, m\u00fcssen wir zuerst erkennen, wer wir sind. Wir m\u00fcssen uns nicht nur unseren Egoismus bewusst machen, sondern auch seine T\u00f6dlichkeit erkennen. Solange es uns nicht schmerzt, dass wir egoistisch sind, werden wir keine Motivation haben, dagegen vorzugehen. Der einzige Krieg, den wir wirklich f\u00fchren m\u00fcssen, wenn wir unser Leben besser machen wollen, ist der Krieg gegen unser eigenes Ego. Dies ist in der Tat der Kern des rollenden Schneeballs, der auf uns zurollt.<\/p>\n<p>Es wird eine Weile dauern, bis wir bereit sind, aber letztendlich werden wir erkennen m\u00fcssen, dass die einzige L\u00f6sung f\u00fcr die Nahrungsmittelkrise darin besteht, die Nahrungsmittel gleichm\u00e4\u00dfig zu verteilen. Zugegeben, wir sind noch nicht so weit, aber irgendwann werden wir keine Wahl mehr haben, und es wird so oder so geschehen.<\/p>\n<p>Im Moment sind wir so weit von Ideen wie Teilen oder F\u00fcrsorge entfernt, dass L\u00e4nder sich sogar gegenseitig die Ernten verbrennen, was angesichts des globalen Bedarfs Wahnsinn ist. Denn wenn wir nicht an die Bed\u00fcrfnisse der Welt, sondern nur unsere eigenen denken, dann scheint alles, was anderen schadet, absolut sinnvoll zu sein.<\/p>\n<p>Deshalb sind wir aufgefordert zu lernen. Wir m\u00fcssen verstehen, dass, wenn wir andere verletzen, uns unweigerlich selbst verletzen, auch wenn wir es nicht sofort sp\u00fcren. Als n\u00e4chstes m\u00fcssen wir lernen, uns im Einklang mit dem Verst\u00e4ndnis zu verhalten, dass wir alle miteinander verbunden und voneinander abh\u00e4ngig sind.<\/p>\n<p>Das Verst\u00e4ndnis ist von N\u00f6ten, weil wir gar keine andere Wahl haben, als f\u00fcreinander zu sorgen, genauso, wie wir f\u00fcr uns selbst sorgen. Nur so helfen wir uns letztendlich selbst. Wir werden verstehen, was zu tun und was zu unterlassen ist, und wie wir tun m\u00fcssen, was wir tun m\u00fcssen, damit Jeder bekommt, was er braucht. Dann werden alle Menschen satt, sicher und gl\u00fccklich sein. Noch k\u00f6nnen wir den Lauf des Balls aufhalten; die Entscheidung liegt in unseren H\u00e4nden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die weltweit steigende Inflation und die sich abzeichnende Nahrungsmittelknappheit haben einen Schneeball geschaffen, der den Berg hinunter rollt und direkt auf uns zukommt. Keiner ist sicher. 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