{"id":1774,"date":"2022-06-28T09:30:48","date_gmt":"2022-06-28T07:30:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/?p=1774"},"modified":"2022-06-27T20:20:00","modified_gmt":"2022-06-27T18:20:00","slug":"warum-gewalt-in-der-gesellschaft-zunimmt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/news\/warum-gewalt-in-der-gesellschaft-zunimmt\/","title":{"rendered":"Warum Gewalt in der Gesellschaft zunimmt?!"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Gewalt.jpg\" alt=\"\" width=\"315\" height=\"210\"><\/p>\n<p><strong>Jahr f\u00fcr Jahr nimmt die Gewalt in der Gesellschaft zu. Laut einer aktuellen Gallup-Umfrage ist die Besorgnis der Amerikaner wegen Kriminalit\u00e4t und Gewalt so gro\u00df wie seit 2016 nicht mehr: 53 % der Amerikaner machen sich &#8222;sehr gro\u00dfe Sorgen&#8220; dar\u00fcber.<\/strong> Das macht sie zu einer der gr\u00f6\u00dften nationalen Sorgen, die nur noch von Inflation und Angst vor wirtschaftlicher Rezession \u00fcbertroffen wird.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen wir Gewalt an der Wurzel packen und sie stoppen? Die Antwort liegt in der Auseinandersetzung mit der menschlichen Natur, die die Hauptursache f\u00fcr Gewalt ist. Unsere Natur ist der Egoismus, der Wunsch nach Befriedigung, der Wunsch, so viel wie m\u00f6glich auf Kosten anderer zu genie\u00dfen, und er w\u00e4chst st\u00e4ndig &#8211; ein Naturgesetz. Von Generation zu Generation entwickelt sich der Egoismus weiter und die Aggressivit\u00e4t nimmt zu.<\/p>\n<p>Auch die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufen der Natur haben den Wunsch, f\u00fcr sich selbst zu erhalten, aber auf einem niedrigen Niveau. Die unbelebte Stufe will nur an sich selbst festhalten, die pflanzliche Stufe nimmt von der Umwelt, um zu wachsen, das Tier bewegt sich und wandert, um Nahrung zu finden, einen Platz zum Leben, um Nachkommen zu geb\u00e4ren. Beim Menschen erreicht der Selbsterhaltungstrieb, der Wunsch zu empfangen, ein solches Ausma\u00df, dass er zur Gewalt f\u00fchrt, zur absichtlichen Sch\u00e4digung anderer zum eigenen Vorteil.<\/p>\n<p>Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das es genie\u00dft und sich noch erfolgreicher f\u00fchlt, wenn es ihm gelingt, andere dabei zu zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p>Menschen brechen gewaltsam aus, wenn sie das Gef\u00fchl haben, dass ihr Ego nicht die n\u00f6tige Befriedigung erh\u00e4lt. Sie sind nicht in der Lage, sich zu beruhigen und zur\u00fcckzuhalten, und schlie\u00dflich bricht der Zorn \u00fcber die Menschen in ihrer Umgebung herein. Eine Person schl\u00e4gt, greift an und t\u00f6tet sogar in extremen Situationen. Selbst wenn sie sich bewusst sind, dass auch sie get\u00f6tet werden k\u00f6nnten, h\u00e4lt sie das nicht davon ab, ihrer Wut in diesem Moment Luft zu machen. Sie m\u00fcssen dem freien Lauf lassen, was in ihnen explodiert.<\/p>\n<p>Neben der st\u00e4ndigen Verst\u00e4rkung des Ichs, die gewaltt\u00e4tige Impulse aus dem Inneren hervorruft, gibt es auch den Einfluss der Umwelt. Wir sind soziale Wesen und werden stark von dem beeinflusst, was wir in den Medien, in sozialen Netzwerken und auf der Stra\u00dfe sehen.<\/p>\n<p>Im Zeitalter des gro\u00dfen Egoismus ist Gewaltt\u00e4tigkeit eine g\u00e4ngige Praxis in der Gesellschaft geworden. Fast \u00fcberall, vom Parlament bis zur Warteschlange im Supermarkt, herrscht eine energische und gewaltt\u00e4tige Atmosph\u00e4re. Es gilt als ein Zeichen der St\u00e4rke, wenn es einem gelingt, den anderen zu dem\u00fctigen und zu unterwerfen. Sie wirkt sich auf die Beziehungen in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Schule, auf jede Interaktion zwischen Menschen aus.<\/p>\n<p>Was kann helfen? Nur die Erziehung zum richtigen Umgang von Mensch zu Mensch. Sie sollte schon im Kindesalter beginnen und das ganze Leben lang fortgesetzt werden. Angeblich erziehen wir heute gegen Gewalt, aber das Problem ist, dass Kinder um sie herum Beispiele sehen, die dem entgegengesetzt sind, was ihnen beigebracht wird. Oft sind wir als Erwachsene ungeduldig, aggressiv, gestresst und sprechen unh\u00f6flich. Wir k\u00f6nnen nicht den netten Umgang mit anderen und H\u00f6flichkeit predigen, wenn wir uns gegen\u00fcber anderen Menschen unh\u00f6flich verhalten.<\/p>\n<p>Der erste Schritt auf dem Weg zu einem Richtungswechsel besteht darin, zu erkennen, dass wir ein grundlegendes gesellschaftliches Problem haben, das mit dem zunehmenden Egoismus der Menschen zusammenh\u00e4ngt. Er ist wie ein Krebsgeschw\u00fcr, das uns von innen auffrisst und uns nicht gut miteinander leben und auskommen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen uns selbst gr\u00fcndlich erforschen und verstehen, wie wir unsere Natur von einer zerst\u00f6rerischen Kraft in einen verbindenden Hebel verwandeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im Gro\u00dfen und Ganzen zeigt die Realit\u00e4t, dass Angst vor Strafe oder Moralpredigten \u00fcber angemessenes Verhalten nicht ausreichen, um Gewalt in der Gesellschaft zu unterdr\u00fccken. Wir m\u00fcssen die menschliche Natur grundlegend \u00e4ndern, so dass wir lernen, andere zu respektieren, anstatt uns nur um uns selbst zu k\u00fcmmern. Nur so k\u00f6nnen wir sicherstellen, dass in uns keine gewaltt\u00e4tigen Impulse entstehen.<\/p>\n<p>In der Welt von morgen wird die Hauptbesch\u00e4ftigung der Menschheit genau das sein: zu lernen, wie man richtig miteinander umgeht, wie man menschliche Beziehungen verbessert. Computer und Roboter werden uns eine Menge Arbeit abnehmen und uns Zeit geben, den richtigen Umgang miteinander zu lernen und zu \u00fcben, in Komplementarit\u00e4t, in gegenseitigem Verst\u00e4ndnis. Nur wenn es solche korrigierten Beziehungen zwischen uns gibt, k\u00f6nnen wir uns ein Leben ohne Gewalt garantieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahr f\u00fcr Jahr nimmt die Gewalt in der Gesellschaft zu. 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