{"id":1725,"date":"2022-06-19T11:09:58","date_gmt":"2022-06-19T09:09:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/?p=1725"},"modified":"2022-06-19T11:09:58","modified_gmt":"2022-06-19T09:09:58","slug":"wieso-werde-ich-nicht-mehr-geliebt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/news\/wieso-werde-ich-nicht-mehr-geliebt\/","title":{"rendered":"Wieso werde ich nicht mehr geliebt?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/gel.jpg\" alt=\"\" width=\"312\" height=\"208\"><\/p>\n<p><strong>Viele von uns erinnern sich mit einer gewissen Sehnsucht an ihre Kindheit und w\u00fcrden diese unbeschwerte Zeit gerne noch einmal erleben.<\/strong> Wieder die Liebe und F\u00fcrsorge der Eltern zu sp\u00fcren, sich an lustige Spiele und sorglose Tage mit Freunden erinnern\u2026<\/p>\n<p>Warum hat die angesichts des Neugeborenen so f\u00fcrsorgliche Natur es &#8222;vers\u00e4umt&#8220;, Gleiches f\u00fcr die Erwachsenen zu tun? Wie kommt es, dass wir als Kinder von unserer Umgebung freundlich umsorgt werden, sobald wir jedoch erwachsen sind das Gef\u00fchl haben, vor einer Wand zu stehen? Freundlichkeit und Teilnahme sind eisiger K\u00e4lte oder sogar Feindseligkeit gewichen.<\/p>\n<p>Wir wollten uns weiterhin wie ein Kind verhalten, keine Verantwortung tragen, Streiche verziehen bekommen und die Freundlichkeit der anderen genie\u00dfen. Das Gegenteil ist der Fall. Von allen Seiten werden Forderungen an uns herangetragen: &#8222;Wo sind die Ergebnisse? Warum hast du nicht das gemacht, was du tun solltest? Etwa ab dem zwanzigsten Lebensjahr wird der Mensch nicht mehr so verw\u00f6hnt, wie er es in seiner Kindheit und Jugend gewohnt war.<\/p>\n<p><strong>Warum verloren wir, was wir hatten?<\/strong><\/p>\n<p>Wenn wir in die Geschichte der Antike zur\u00fcckblicken, k\u00f6nnen wir sehen, dass unsere Vorfahren wirklich so gelebt haben &#8211; ein Stamm, eine Gemeinschaft, in der jeder f\u00fcr jeden sorgte. Man kann es kommunistisch oder primitiv nennen, das spielt keine Rolle. In jedem Fall gingen die M\u00e4nner gemeinsam auf die Jagd, um die Gemeinschaft zu versorgen, und die Frauen kochten gemeinsam und k\u00fcmmerten sich gemeinsam um die Kinder. Auch heute noch ist etwas \u00c4hnliches in verschiedenen Teilen der Welt zu finden.<\/p>\n<p>Was geschah danach? Warum haben wir uns nicht auf diese Weise weiterentwickelt, nur in einem gr\u00f6\u00dferen Ma\u00dfstab?<\/p>\n<p>Tatsache ist, dass im Laufe der Geschichte der pers\u00f6nliche Egoismus im Menschen gewachsen ist. Infolgedessen distanzierten wir uns voneinander und sahen in den Menschen um uns herum nicht Br\u00fcder, sondern Konkurrenten und Rivalen. Wir wollten einander \u00fcbertreffen, Macht \u00fcber den Anderen erlangen, ihn in die Sklaverei verkaufen oder zum Dienst zwingen. Das Ende des gemeinsamen Eigentums und der gemeinsamen Wirtschaft \u00f6ffnete den Weg f\u00fcr Gewalt und Raub.<\/p>\n<p>Tiere unterliegen im Gegensatz zum Menschen ihren Instinkten und haben keinen Egoismus. All ihre W\u00fcnsche sind letztlich nur darauf gerichtet, bequeme Existenzbedingungen zu sichern. Nat\u00fcrlich bringen sie sich gegenseitig um. Aber sie tun einander nicht weh, weil sie Freude daran haben.<\/p>\n<p>Der Mensch aber ist mit einem &#8222;\u00dcberschuss an Verlangen&#8220; ausgestattet, dem die absoluten Naturgesetze keine klare Richtung geben. Dieser \u00dcberschuss wird ihm zur freien Verf\u00fcgung \u00fcberlassen &#8211; &#8222;mach was du willst&#8220;. Der Mensch hat eine gewisse Freiheit der Handlungen, die ihm erlaubt, sich \u00fcber die tierische Natur zu erheben.<\/p>\n<p>Wir sehen jedoch, dass wir schlimmer als Tiere werden, wenn wir nicht wissen, wie wir unsere Eigenschaften \u00fcber die tierische Ebene hinaus richtig nutzen k\u00f6nnen. Und statt eines guten, gl\u00fccklichen Lebens haben wir am Ende das Gegenteil erreicht.<\/p>\n<p>Allein die \u00fcbersch\u00fcssigen Lebensmittel, die wir wegwerfen, k\u00f6nnten die ganze Welt ern\u00e4hren. Mit dem Geld, das heute f\u00fcr R\u00fcstung ausgegeben wird, k\u00f6nnte man fast f\u00fcr jeden ein Haus mit Schwimmbad bauen. Aber der Egoismus sieht keinen Nutzen f\u00fcr sich selbst. Die Folge ist, dass Hunderte von Millionen Menschen hungern und Zehntausende in Kriegen auf der ganzen Welt sterben.<\/p>\n<p>Unser Egoismus verschlingt enormen Reichtum und verhindert, dass er freigesetzt und zum Aufbau eines guten Lebens genutzt wird.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen schon heute anfangen, anders zu leben, wenn jeder alles bekommt, was er f\u00fcr ein normales Leben braucht, und sich um andere k\u00fcmmert. Wir m\u00fcssen nur lernen, wie wir unseren Egoismus anders nutzen k\u00f6nnen. Er wird nicht verschwinden &#8211; Neid, Leidenschaft, Eitelkeit, Ehrgeiz, immenses Wissen, Gerissenheit &#8211; all diese Dinge werden bleiben, aber wir werden sie zum Nutzen der gesamten Menschheit einsetzen. Es ist ein neues, sehr interessantes und aufregendes Abenteuer, das vor uns liegt.<\/p>\n<p>Niemand behauptet, dass wir uns auf die Befriedigung der Grundbed\u00fcrfnisse beschr\u00e4nken m\u00fcssen: Nahrung, Sex, Familie, Unterkunft, Sicherheit, Gesundheit, Bildung und dergleichen. Es ist kein Traum, einfach alle Menschen \u00fcber die Armutsgrenze zu bringen. Wir k\u00f6nnen den Lebensstandard auf der ganzen Welt schrittweise anheben, aber bereits im Gleichgewicht mit der Natur.<\/p>\n<p>Auch die besonderen, pers\u00f6nlichen Bed\u00fcrfnisse jedes Einzelnen werden ber\u00fccksichtigt. Die Computerisierung macht dies heute leicht m\u00f6glich. So muss sich am Ende niemand um seine unmittelbaren Bed\u00fcrfnisse sorgen.<\/p>\n<p>Die Menschen erkennen, ob ihr Verhalten richtig oder falsch ist, an den Reaktionen ihrer Mitmenschen, die es entweder billigen oder missbilligen. Wenn die Absicht einer Person dem Wohl der Gesellschaft dient, wird sie von allen respektiert, wenn nicht, wird der soziale Druck sie dazu bringen, ihr Verhalten zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Der Mensch muss nicht unterdr\u00fcckt oder inhaftiert werden. Die Verurteilung durch Freunde, Familie und andere wird das einzige und sehr wirksame Mittel der Einflussnahme sein.<\/p>\n<p>Das mag manchen utopisch erscheinen, aber wenn wir erst einmal die ersten Schritte in diese Richtung machen, werden wir sehen, dass die Natur selbst uns dabei helfen wird. Und niemand wird mehr fragen m\u00fcssen: \u201cWarum werde ich nicht mehr geliebt?\u201d<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele von uns erinnern sich mit einer gewissen Sehnsucht an ihre Kindheit und w\u00fcrden diese unbeschwerte Zeit gerne noch einmal erleben. 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