{"id":1623,"date":"2022-05-27T09:00:49","date_gmt":"2022-05-27T07:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/?p=1623"},"modified":"2022-05-25T15:04:22","modified_gmt":"2022-05-25T13:04:22","slug":"was-fuehrte-uns-zu-diesem-ungewissen-zustand-in-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/news\/was-fuehrte-uns-zu-diesem-ungewissen-zustand-in-der-welt\/","title":{"rendered":"Was f\u00fchrte uns zu diesem ungewissen Zustand in der Welt?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Entwicklung.jpg\" alt=\"\" width=\"337\" height=\"177\"><\/p>\n<p><strong>Die Entwicklung des menschlichen Verlangens alles haben zu wollen zeigt sich uns heute in all seinen Nuancen, von Machtk\u00e4mpfen zwischen Verwandten bis hin zu Kriegen zwischen L\u00e4ndern und Bl\u00f6cken.<\/strong> Dieses Verlangen f\u00fchrt uns dazu, uns unsere b\u00f6se menschliche Natur zu zeigen. So k\u00f6nnen wir verstehen, dass wir nicht in der Lage sind, in dieser Richtung weiterzuleben und zu erkennen, dass es keine andere Wahl gibt, als Ver\u00e4nderungen anzunehmen, die uns das \u00dcberleben erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Machen wir zum Beispiel eine Reise in die Tiefen des Amazonas-Regenwaldes. Stellen Sie sich vor, Sie treffen auf Eingeborene, die nicht das Gef\u00fchl haben, dass sie und Sie unterschiedliche Seelen sind. Jeder Mensch, der zuf\u00e4llig ihren Weg kreuzt, f\u00fchlt sich f\u00fcr sie wie ein Familienmitglied an, und sie hegen keine b\u00f6sen Gedanken gegen\u00fcber anderen.<\/p>\n<p>Nehmen Sie dagegen einen Flug in eine der Metropolen der Welt und besichtigen Sie deren gro\u00dfartige Kulturdenkm\u00e4ler. Wenn Sie pl\u00f6tzlich schnelle Schritte hinter sich h\u00f6ren, w\u00fcrde Ihr Herz rasen und Sie w\u00fcrden sich umdrehen, um zu pr\u00fcfen, ob Sie gerade von einem Fremden angegriffen werden.<\/p>\n<p>Je weiter eine Kultur entwickelt ist, desto empfinden die Menschen Entfremdung, Einsamkeit, Gefahr und Angst. Selbst zu Hause, wo der Mensch eigentlich sicher sein sollte, gibt es Machtk\u00e4mpfe und erbitterten Wettbewerb zwischen Geschwistern (wer ist st\u00e4rker, wer ist erfolgreicher, wer hat die Kontrolle) und zwischen Ehepartnern.<\/p>\n<p>In den entwickelten Gesellschaften schwindet das Gef\u00fchl der nat\u00fcrlichen N\u00e4he, denn das liegt in der menschlichen Natur. Der innere Motor der Welt ist der Wunsch nach Vergn\u00fcgen.<\/p>\n<p>Dieses Verlangen entwickelt sich in uns und treibt uns einerseits dazu an, fortschrittliche Technologien und komplexe und sensible F\u00e4higkeiten zu erfinden, und andererseits entkoppelt es uns allm\u00e4hlich voneinander. Einst lebte die menschliche Gesellschaft ausschlie\u00dflich in Beziehungen wie zwischen den St\u00e4mmen im Amazonasgebiet. Heute leben die Menschen gr\u00f6\u00dftenteils in einer grausamen, wettbewerbsorientierten und militanten globalen Metropole.<\/p>\n<p>Schon im Kindergarten kann man sehen, wie dieses Verlangen funktioniert, wie Kinder, die mehrere Spielsachen in der Hand haben und einige davon an andere verschenken k\u00f6nnten, sie stattdessen festhalten und nicht teilen wollen. Bei uns Erwachsenen ist das Verlangen nach Vergn\u00fcgen in H\u00fcllen von H\u00f6flichkeit und Kultiviertheit getarnt, aber es hat sich eindeutig vervielfacht und intensiviert. Dies sind Anzeichen f\u00fcr einen wachsenden Egoismus, dem nat\u00fcrlichen Wunsch, f\u00fcr sich selbst alles haben zu wollen, ohne R\u00fccksicht auf andere.<\/p>\n<p>Selbst wenn wir verstehen, dass es unm\u00f6glich ist, so weiterzumachen und dass wir uns selbst und die Welt um uns zerst\u00f6ren, bleibt dennoch die Frage: Wie sollen wir dann mit diesem nat\u00fcrlichen Verlangen umgehen, zu unserem eigenen Vorteil zu handeln auf Kosten anderer? Woher nehmen wir die Kraft uns zu \u00e4ndern? Wie k\u00f6nnen wir das Verlangen, nur f\u00fcr uns selbst Freude zu haben, so gestalten, dass wir uns den anderen trotzdem nahe f\u00fchlen, zumindest so weit, dass wir uns nicht gegenseitig auffressen?<\/p>\n<p>Auch Tiere haben ein Verlangen nach Vergn\u00fcgen, aber es ist begrenzt. Es erlaubt ihnen nicht, sich gegenseitig zu zerst\u00f6ren. Es gibt ein Gleichgewicht zwischen allen tierischen und pflanzlichen Lebensformen, sie unterst\u00fctzen und helfen sich gegenseitig. Aber im Menschen w\u00e4chst das Ego zu der \u00dcberzeugung heran, dass es nur Platz f\u00fcr eine Person auf der Welt gibt &#8211; und das bin ich!<\/p>\n<p>Bei einem noch weiter entwickelten Menschen funktioniert das Gleichgewicht nicht mehr instinktiv, sondern wir m\u00fcssen lernen, es zu aktivieren. Wir m\u00fcssen die Methode lernen, die Menschheit in einen Zustand zu bringen, in dem kein egoistischer Druck die Oberhand gewinnt, andere ausbeutet und erobert, sondern im Gegenteil den Wunsch aktiviert, anderen zu n\u00fctzen; wir werden ein echtes Wir-Gef\u00fchl entwickeln (m\u00fcssen).<\/p>\n<p>Wenn wir beginnen, auch nur kleine Schritte in Richtung Verbundenheit zu machen, offenbart sich im Willen des Menschen eine neue Haltung, ein Charakterzug des Gebens, der aus der universellen Kraft der Natur kommt &#8211; der Kraft, die auch uns geschaffen hat. Sie erwartet von uns, dass wir unsere egoistischen Einstellungen und unsere Handlungen zum Wohle aller, einschlie\u00dflich unserer selbst, \u00e4ndern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Entwicklung des menschlichen Verlangens alles haben zu wollen zeigt sich uns heute in all seinen Nuancen, von Machtk\u00e4mpfen zwischen Verwandten bis hin zu Kriegen zwischen L\u00e4ndern und Bl\u00f6cken. 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