{"id":1402,"date":"2022-03-31T10:00:59","date_gmt":"2022-03-31T08:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/?p=1402"},"modified":"2022-03-29T12:02:24","modified_gmt":"2022-03-29T10:02:24","slug":"der-unersaettliche-hunger-des-menschen-nach-macht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/news\/der-unersaettliche-hunger-des-menschen-nach-macht\/","title":{"rendered":"Der uners\u00e4ttliche Hunger des Menschen nach Macht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Macht.jpg\" alt=\"\" width=\"334\" height=\"222\"><\/p>\n<p><strong>Seit Anbeginn der Zeit strebt der Mensch nach Macht. Von jeher haben Machtk\u00e4mpfe das friedliche Leben der Menschen gest\u00f6rt<\/strong>. Auch heute richtet der Hunger nach Macht verheerende Verw\u00fcstung an und zerst\u00f6rt unz\u00e4hlige Leben. Macht verwandelt Menschen in Tyrannen. Wir k\u00f6nnen sie nicht ausl\u00f6schen, aber wir k\u00f6nnen sie positiv nutzen. Wenn wir nicht lernen, wie man das anstellt, wird sie uns alle zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte sagen, dass der Hunger nach Macht die Haupteigenschaft des Menschen ist. Wir wollen alles um uns herum kontrollieren. Das gilt nicht nur f\u00fcr erbarmungslose Herrscher, sondern f\u00fcr jedes menschliche Wesen.<\/p>\n<p>Machthunger ist in uns von Geburt an vorhanden. Schauen wir uns an, wie Babys nach allem greifen, was ihre Hand halten kann. Auch das ist der Wunsch nach Kontrolle, danach, etwas zu behalten. Es ist der Grundzustand unseres Verlangens: alles, was man sieht, besitzen und kontrollieren zu wollen, es unter eigene Herrschaft zu bringen, so dass man die Kontrolle hat und alles andere einem untergeordnet ist.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten: Der Machthunger beginnt bei den elementarsten Bed\u00fcrfnissen und steigert sich bis zu einem Grad, an dem der Mensch aufgrund seiner Machtbesessenheit seine F\u00e4higkeit verliert, richtig zu urteilen. Der anf\u00e4ngliche Wunsch ist nat\u00fcrlich, aber beim Menschen entwickelt er sich zu einem schrecklichen Monster.<\/p>\n<p>Das Problem ist nicht, dass wir etwas wollen, sondern dass unsere W\u00fcnsche \u00fcber die Ebene hinaus wachsen, auf der wir sie noch ausgleichen k\u00f6nnten. Letztendlich werden daraus Begierden, nicht nur das zu bekommen, was man will, sondern vor allem zu verhindern, dass andere Menschen das bekommen, was sie wollen und brauchen. Somit sind sie unserem Mitleid ausgeliefert.<\/p>\n<p>Es existieren zwei grundlegende Kr\u00e4fte im Leben: Anziehung und Absto\u00dfung. Sie manifestieren sich auf jeder Ebene, physisch, biologisch, emotional und moralisch. In der gesamten Natur halten sich die Gegens\u00e4tze die Waage. Bei uns Menschen w\u00e4chst die anziehende Kraft von Generation zu Generation und wird im Laufe unseres Lebens immer st\u00e4rker, bis sie aus dem Gleichgewicht und au\u00dfer Kontrolle ger\u00e4t. Um das Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, das die \u00fcbrige Natur auf nat\u00fcrliche Weise bewahrt, m\u00fcssen wir lernen, wie es geht.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen den Kindern schon fr\u00fch im Leben beibringen, was die menschliche Natur ist, wie wir sie in Schach halten k\u00f6nnen, welche Ziele wir uns setzen sollten und wie wir sie auf konstruktive Weise f\u00fcr uns selbst und f\u00fcr die Gesellschaft erreichen k\u00f6nnen. Wir m\u00fcssen den Kindern vermitteln, welche sozialen Umgebungen gut f\u00fcr sie sind und welche nicht und warum, und ihnen zeigen, welchen Schaden r\u00fccksichtsloser Egoismus anrichten kann.<\/p>\n<p>Wenn Menschen ihr Ego unter Kontrolle haben, k\u00f6nnen sie es positiv und konstruktiv einsetzen. Wenn solche Menschen den Wunsch haben zu regieren, k\u00f6nnen sie zu gro\u00dfen Regenten werden. Sie werden in der Lage sein, der Verst\u00e4rkung und Aufbl\u00e4hung ihres Egos zu widerstehen, und anstatt wie Ludwig XIV. zu sagen: l&#8217;\u00e9tat, c&#8217;est moi (der Staat bin ich), werden sie sich durch das Privileg dem\u00fctig f\u00fchlen, das ihnen die \u00d6ffentlichkeit verliehen hat, sie weise zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>In der Tat muss eine F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit ein angeborenes Gef\u00fchl der Unw\u00fcrdigkeit haben. Solange ein Leitender nicht das Gef\u00fchl hat, dass andere es besser wissen, f\u00e4higer sind oder mehr Erfahrung und Weisheit haben, wird ihn nichts davor bewahren, ein Tyrann zu werden. Bescheidenheit und ein gewisses Gef\u00fchl der Unterlegenheit z\u00fcgeln jedoch das Ego und erm\u00f6glichen es der F\u00fchrungskraft, achtsam, wertsch\u00e4tzend und vor allem f\u00fcrsorglich zu bleiben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Anbeginn der Zeit strebt der Mensch nach Macht. Von jeher haben Machtk\u00e4mpfe das friedliche Leben der Menschen gest\u00f6rt. Auch heute richtet der Hunger nach Macht verheerende Verw\u00fcstung an und zerst\u00f6rt unz\u00e4hlige Leben. Macht verwandelt Menschen in Tyrannen. 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