{"id":1322,"date":"2022-03-14T18:25:16","date_gmt":"2022-03-14T17:25:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/?p=1322"},"modified":"2022-03-14T18:25:16","modified_gmt":"2022-03-14T17:25:16","slug":"wer-ist-ein-jude","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/news\/wer-ist-ein-jude\/","title":{"rendered":"Wer ist ein Jude?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Jude.jpg\" alt=\"\" width=\"309\" height=\"206\"><\/p>\n<p><strong>&#8222;Jude&#8220; ist kein schlechtes Wort.<\/strong> Es gibt keinen Grund, sich f\u00fcr seine Verwendung zu entschuldigen, behauptete die deutsch-j\u00fcdische Gemeinschaft, nachdem das f\u00fchrende W\u00f6rterbuch der deutschen Sprache Duden eine Erkl\u00e4rung zu ihrer Standarddefinition hinzugef\u00fcgt hatte, in der es hie\u00df, dass der Begriff &#8222;Jude&#8220; oft als abwertend empfunden werden k\u00f6nnte. Diese Klarstellung wurde sp\u00e4ter wieder entfernt, weil die deutschen Juden der Meinung waren, dass sie den Begriff nur als diskriminierend verfestigen w\u00fcrde. Derartige Kontroversen \u00fcber die Terminologie werden den Judenhass jedoch niemals ausl\u00f6schen, sondern ihn nur noch verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Um das Thema zu umgehen und m\u00f6gliche negative Konnotationen zu vermeiden, definieren sich viele j\u00fcdische Gemeinden auf der ganzen Welt als &#8222;Hebr\u00e4er&#8220; oder &#8222;Israeliten&#8220;. In \u00e4hnlicher Weise hat der britische Fu\u00dfballverein Tottenham k\u00fcrzlich seine Fans aufgefordert, sich nicht mehr als &#8222;Yid Army&#8220; (aus dem Jiddischen, was sich auf die besonders gro\u00dfe Zahl j\u00fcdischer Anh\u00e4nger bezieht) zu bezeichnen, da sie sich nicht mit Begriffen identifizieren wollen, die als beleidigend angesehen werden k\u00f6nnten. Aber das Umschiffen von W\u00f6rtern wird antisemitische Ansichten niemals lindern, denn der Hass gegen Juden ist kein semantisches, sondern ein menschliches Problem.<\/p>\n<p>Antisemitismus stammt aus tief verwurzelten Verbindungen aller Menschen der Welt. Diese Verbindungen sind unsichtbare spirituelle Verbindungen, aber sie sind tief im Unterbewusstsein der Menschen verankert. Auf der Ebene dieses Netzes haben die Juden eine zentrale Rolle in der Menschheit zu spielen: Sie m\u00fcssen als Verbindungsglied zwischen allen V\u00f6lkern fungieren, die sich auf nat\u00fcrliche Weise voneinander getrennt f\u00fchlen.<\/p>\n<p>Die Juden m\u00fcssen diese Rolle erf\u00fcllen, indem sie sich zun\u00e4chst zu einem Herzen verbinden. Dann wird die verbindende Kraft zwischen ihnen die gesamte Wirklichkeit wie Organe eines gemeinsamen K\u00f6rper vereinen.<\/p>\n<p>Immer dann, wenn sie diese Rolle nicht spielen oder sich davon entfernen, dann erwecken sie negative Kr\u00e4fte gegen sich und laden zu feindseligen antisemitischen Reaktion ein, wie wir das in unserer Zeit wieder verst\u00e4rkt wahrnehmen.<\/p>\n<p>Statt sich mit oberfl\u00e4chlichen Erkl\u00e4rungen dar\u00fcber zu befassen, ob das Wort &#8222;Jude&#8220; abwertend ist oder nicht, sollten Juden daher die tiefe Bedeutung des Begriffs, die sich \u00fcber Generationen hinweg durchgesetzt hat, in die Praxis umsetzen und verinnerlichen: &#8222;Jude&#8220; (vom hebr\u00e4ischen Wort Jehudi) &#8211; Jehudi bedeutet einzigartig und einheitlich.<\/p>\n<p>Das j\u00fcdische Volk ist kein Volk wie andere Nationen, das sich auf den gemeinsamen Nenner wie Heimatland, Familienbeziehungen, Herkunft oder Hautfarbe gr\u00fcndet. Die Anh\u00e4nger Abrahams, des Gr\u00fcnders der j\u00fcdischen Nation, waren vielmehr eine Ansammlung verschiedener Menschen, deren einziger gemeinsamer Nenner eine gemeinsame ideologische Grundlage war. Diese besondere Gruppe wurde sp\u00e4ter &#8222;Israel&#8220; genannt, was sich von dem Ausdruck Iaschar-El (direkt zum Gott) ableitet, d. h. ein Wunsch &#8211; direkt ausgerichtet auf die h\u00f6here Macht, die die Wirklichkeit lenkt.<\/p>\n<p>Auf der Grundlage dieses Prinzips ist nach Ansicht der Weisen ein Jude jeder Mensch auf der Welt, unabh\u00e4ngig von Rasse, Geschlecht, Sprache oder Nationalit\u00e4t, der sich danach sehnt, mit allen \u00fcber alle Unterschiede hinweg vereint zu sein. Ein Jude ist jemand, der danach strebt, die gesamte Menschheit und die gesamte Wirklichkeit mit der Urkraft der Natur, der H\u00f6heren Kraft, zu vereinen.<\/p>\n<p>Daher wird nur eine j\u00fcdische Gemeinschaft, die lernt, sich zu vereinen und alle Unterschiede zu \u00fcberwinden, die ihre Mitglieder trennen, sp\u00fcren, wie sich Vorurteile und negative Einstellungen ihr gegen\u00fcber zum Besseren wenden. Dann wird auch ohne Worte und Definitionen eine neue Bedeutung des J\u00fcdischsein in den Herzen derer zu sp\u00fcren sein, die sie ablehnen, und Feindseligkeit wird sich in Wertsch\u00e4tzung umwandeln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Jude&#8220; ist kein schlechtes Wort. 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