{"id":1186,"date":"2022-01-30T13:35:03","date_gmt":"2022-01-30T12:35:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/?p=1186"},"modified":"2022-01-30T13:35:03","modified_gmt":"2022-01-30T12:35:03","slug":"die-anti-arbeitsbewegung-sollte-zielgerichtet-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/news\/die-anti-arbeitsbewegung-sollte-zielgerichtet-sein\/","title":{"rendered":"Die Anti- Arbeitsbewegung sollte zielgerichtet sein"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/271844473_4031896776913567_7544938246223106822_n.jpg\" alt=\"\" width=\"318\" height=\"212\"><\/p>\n<p>Im Laufe des letzten Jahres hat die Anti-Arbeitsbewegung, deren Entstehung in das Jahr 2013 zur\u00fcckreicht, an Zugkraft gewonnen. Im vergangenen Jahr wuchs sie von 700.000 auf 1.6 Millionen Menschen an. Aber ihr Slogan, \u201eArbeitslosigkeit f\u00fcr alle, nicht nur f\u00fcr die Reichen!\u201c wird keine bessere Welt schaffen oder die Menschen gl\u00fccklicher machen.<\/p>\n<p>Um eine Welt zu kreieren, deren Bewohner gl\u00fccklich sind, m\u00fcssen wir den Wert der Arbeit in unserer Gesellschaft neu \u00fcberdenken. Um ein gl\u00fcckliches Leben zu f\u00fchren, brauchen wir ein Ziel, das unserem Dasein Bedeutung verleiht. Arbeit mag als Mittel zum Zweck dienen, aber sie sollte nicht selbst den Zweck unseres Lebens darstellen. Wenn wir uns auf die Sinnfrage konzentrieren, anstatt Jobs oder Karriere zu den bestimmenden Faktoren unseres Selbstwertgef\u00fchls machen, werden wir ein weitaus ausgeglicheneres und gl\u00fccklicheres Leben f\u00fchren. Wir selbst, unsere Familien, die Gemeinden und unsere gesamte Umgebung wird davon profitieren.<\/p>\n<p>Noch vor wenigen Jahren war das dominierende Element hinsichtlich der Bestimmung des sozialen Status einer Person, deren Beruf. Der Wert eines Menschen bema\u00df sich an dem Wert, welchen die Gesellschaft dem jeweiligen Beruf beima\u00df. In den letzten Jahren hat eine Verschiebung stattgefunden. Die Menschen verlieren zusehends die Illusion, dass die Zugeh\u00f6rigkeit zu einer prestigetr\u00e4chtigen Berufsgruppe sie zu gl\u00fccklichen Menschen machen kann, sogar wenn es sich um einen extrem gut bezahlten Job handelt.<\/p>\n<p>Geld hilft, allerdings nur bis zu einem gewissen Grad. Abgesehen von dem was wir f\u00fcr unseren Lebensunterhalt ben\u00f6tigen und einer vern\u00fcnftigen Sicherung unserer Zukunft, sollten wir, statt Reicht\u00fcmer anzuh\u00e4ufen, vielmehr unsere gesamte Zeit und all unsere Anstrengungen im Leben darauf verwenden, Werte zu schaffen. Jegliches Bestreben unsere Tage damit auszuf\u00fcllen, unseren Besitz zu mehren, wird uns nicht gl\u00fccklicher machen. In der Tat kann dies sogar das Gegenteil bewirken: n\u00e4mlich, dass es unser Gl\u00fcck mindert.<\/p>\n<p>Wir machen unser Leben lebenswert, indem wir es mit Menschen verbringen, die wir lieben und Dinge tun, die uns Freude machen. Das gleiche sollte auch f\u00fcr unsere Arbeit gelten. Aber in diesem Fall liegt der Fokus nicht auf dem Job an sich, sondern vielmehr darauf, dass ich Spa\u00df an dem habe was ich tue und mit Leuten zusammenarbeite, die ich mag und wertsch\u00e4tze. Sogar wenn es sich bei unserer Arbeit nicht um unseren Traumjob handelt, m\u00fcssen wir dennoch an unserem Arbeitsplatz solche Beziehungen schaffen, um derentwillen es sich lohnt, weiterhin zu arbeiten. Wenn ich meinem Arbeitsplatz gegen\u00fcber negative Gef\u00fchle hege, werde ich mich nur widerwillig dort aufhalten. Deswegen ist es wichtig, dass die Mitarbeiter einander nicht nur kennenlernen, sondern Beziehungen wechselseitiger R\u00fccksicht und F\u00fcrsorge f\u00fcreinander entwickeln. Wenn ich st\u00e4ndig nur daran denke, wann ich endlich nach Hause gehen kann (oder wann ich mein Laptop ausschalten kann, wenn ich von Zuhause arbeite), so werde ich w\u00e4hrend meines Arbeitstags leiden.<\/p>\n<p>Wenn ich hingegen daran denke, wie wir alle zusammen, alle Mitarbeiter, unser gemeinsames Ziel erreichen k\u00f6nnen, dann gewinnt meine Arbeit an Bedeutung und erh\u00e4lt ein Ziel, welches nicht mehr nur mein pers\u00f6nliches Ziel ist, sondern ein soziales. Dann werden die Menschen beginnen, mehr aufeinander zu achten, statt sich ausschlie\u00dflich auf die Zahl der Arbeitsstunden und pers\u00f6nliche Pflichten zu konzentrieren. Sie werden sich wohlf\u00fchlen und mehr Befriedigung durch ihre Arbeit erfahren.<\/p>\n<p>Dies unterscheidet sich sehr von unserer gegenw\u00e4rtigen Haltung gegen\u00fcber unserer Arbeit. Dennoch ist dies die Richtung, welche die Welt nimmt. Wir wissen, dass alles untereinander vernetzt ist. Unsere Computer sind rund um die Welt verbunden, ebenso unsere Telefone. Unser Essen, unsere Kleidung, unsere Autos und sogar die Viren, die uns krankmachen, kommen aus aller Welt.<\/p>\n<p>Buchst\u00e4blich alles ist miteinander verbunden. Wenn wir uns weigern, dies zu akzeptieren und fortfahren, uns zu verhalten als lebten wir in einem Vakuum, werden wir uns und anderen Schaden zuf\u00fcgen, bis wir einander zugrunde richten. Um gl\u00fccklich zu sein, m\u00fcssen wir in positiver Weise miteinander verbunden sein. Wir m\u00fcssen einander unterst\u00fctzen, anstatt einander zu missachten und zu verletzen.<\/p>\n<p>Es ist ein erzieherischer Prozess, der bereits begonnen hat. Da wir uns bislang hartn\u00e4ckig geweigert haben, unsere selbstbezogene Weltsicht zu ver\u00e4ndern, hat uns die Natur ein kollektives Denken aufgezwungen, indem sie uns den Corona Virus beschert hat. Wenn wir den Prozess endlich in unsere H\u00e4nde nehmen, werden wir nicht mehr weiterer \u201eLehrstunden\u201c der Natur bed\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Eine ausgewogene Arbeitswelt, wo wir nur so viel arbeiten, wie wir m\u00fcssen und den Rest unserer Zeit unserem Sozialleben und unseren pers\u00f6nlichen Interessen widmen, wird uns ruhiger und gl\u00fccklicher machen. Davon profitieren nicht nur wir selbst, sondern auch unsere Umgebung. Zurzeit findet in allem eine \u00dcberproduktion statt, mit der wir versuchen, unsere Rivalen auszuschalten und den Aktion\u00e4ren gute Berichte zu pr\u00e4sentieren. Wenn wir nur soviel produzieren w\u00fcrden, wie wir wirklich brauchen, so w\u00fcrden wir die Bodensch\u00e4tze nicht zu deren Neige ausbeuten. Ebenso wenig w\u00fcrden wir Luft, Wasser und Erde verschmutzen und mit Sicherheit nicht mehr die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>Erziehung mag in unseren Ohren einen unangenehmen Klang haben, aber im Grunde ist damit nichts Anderes gemeint, als eine Ver\u00e4nderung unserer Priorit\u00e4ten. Wie die Anti- Arbeitsbewegung uns zeigt, befinden sich Werte und Priorit\u00e4ten bereits im Wandel. Warum aber sollten sie sich auf dem Weg des Leidens ver\u00e4ndern? Wenn wir damit beginnen, uns selbst darin zu unterrichten, unsere wechselseitige Abh\u00e4ngigkeit anzuerkennen und wahrzunehmen, so ist dies der erste Schritt auf dem Weg, welcher uns lehren wird, wie wir einander gl\u00fccklich machen k\u00f6nnen. Dann werden wir diesen Weg freiwillig einschlagen wollen. Letztendlich bedeutet diese Wahl, ja ganz einfach, ein besseres Leben zu w\u00e4hlen, und wer von uns will das nicht?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Laufe des letzten Jahres hat die Anti-Arbeitsbewegung, deren Entstehung in das Jahr 2013 zur\u00fcckreicht, an Zugkraft gewonnen. Im vergangenen Jahr wuchs sie von 700.000 auf 1.6 Millionen Menschen an. 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