{"id":1046,"date":"2022-01-12T12:18:14","date_gmt":"2022-01-12T11:18:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/?p=1046"},"modified":"2022-01-12T12:18:14","modified_gmt":"2022-01-12T11:18:14","slug":"wir-sollten-niemals-aufhoeren-fragen-zu-stellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/news\/wir-sollten-niemals-aufhoeren-fragen-zu-stellen\/","title":{"rendered":"Wir sollten niemals aufh\u00f6ren Fragen zu stellen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/askk.jpg\" alt=\"\" width=\"249\" height=\"311\"><\/p>\n<p>Ilan Ramon war der erste israelische Astronaut. Er befand sich an Bord der STS 107, w\u00e4hrend der 28. Mission des Space Shuttle Columbia. Bei ihrem Wiedereintritt in die Atmosph\u00e4re zerfiel Columbia und explodierte im Anschluss. Alle sieben Crew-Mitglieder, die sich an Bord befanden wurden get\u00f6tet. Ramon hatte in seinem Leben viel erreicht. Er war Pilot einer Eliteeinheit und der j\u00fcngste Pilot, der an dem Luftangriff auf den Nuklear-Reaktor von Irak beteiligt war, bei welchem der Reaktor zerst\u00f6rt wurde. Trotz seiner gro\u00dfen Erfolge h\u00f6rte Ramon nicht auf, nach dem Sinn des Lebens zu fragen. Ich denke die Sinnfrage sollten wir alle uns stellen, denn sie ist es letztendlich, die unseren Taten Bedeutung verleiht.<\/p>\n<p>Seine Fragen sandte Ramon an Jeshijahu Leibowitz, einen renommierten Professor der Biochemie und Neurophysiologie an der Hebr\u00e4ischen Universit\u00e4t von Jerusalem. Leibowitz ist unter anderem auch bekannt f\u00fcr seine Beitr\u00e4ge zur \u201eJ\u00fcdischen Geisteswelt\u201c, einem Fachgebiet der j\u00fcdischen Studien, und seinen Schriften zur westlichen Philosophie. Ramon schrieb an Leibowitz: \u201eLange Zeit schon besch\u00e4ftigen mich unz\u00e4hlige Fragen, die sich unter folgendem Titel zusammenfassen lassen: Was ist das Ziel des Menschen in dieser Welt in der wir leben?\u201c Je mehr Fragen wir stellen, desto gr\u00f6\u00dfer die Widerspr\u00fcche und Doppeldeutigkeiten. Wie erkl\u00e4ren sie das Wesen des Lebens? Worin besteht f\u00fcr sie der Sinn und das Ziel des menschlichen Daseins, und auf welche Weise k\u00f6nnen wir dieses Ziel erreichen?\u201c<\/p>\n<p>Dieser Tage, wo viele Menschen sich die gleiche, oder \u00e4hnliche Fragen stellen, sollten wir diese einmal genauer betrachten. Es gibt einen Grund f\u00fcr diese Fragen; sie sind der Kompass, der uns zu unserer Bestimmung, zu dem ultimativen Ziel unseres Lebens f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Um dieses Ziel zu finden, sollten wir jedoch zun\u00e4chst mit den Grundlagen beginnen. Wir m\u00f6gen uns dessen nicht bewusst sein, aber tats\u00e4chlich ist die Menschheit nicht nur eine Ansammlung einzelner Individuen, sondern ein einziger Organismus. Ebenso verh\u00e4lt es sich mit der gesamten Wirklichkeit. Wir sind Teile eines Systems, genau wie der menschliche K\u00f6rper, der sich aus Zellen und Organen zusammensetzt.<\/p>\n<p>Das Problem besteht darin, dass wir uns nicht als Einheit empfinden, sondern uns vielmehr als voneinander getrennte Einzelwesen wahrnehmen. Ebenso wie sich uns Wirkungsweise und Ziel einer einzelnen Zelle nur im Zusammenhang des Organismus in dem sie lebt erschlie\u00dfen, k\u00f6nnen wir unsere eigene Existenz nur begreifen, wenn wir sie im Kontext der gesamten Realit\u00e4t betrachten. Weil wir uns aber als getrennte Lebewesen empfinden, unf\u00e4hig unsere Verbindung zu den anderen Teilen der uns umgebenden Wirklichkeit zu f\u00fchlen, k\u00f6nnen wir auch nicht die Bedeutung und das Ziel unserer Existenz erfassen.<\/p>\n<p>Anstatt unsere Erf\u00fcllung darin zu finden, als bewusster Teil eines gro\u00dfen Organismus zu leben, um dessen Erhalt willen wir alle zusammenarbeiten, lebt jeder f\u00fcr sich selbst. Weder ist uns klar, warum wir durch all die H\u00f6hen und Tiefen unseres Lebens gehen m\u00fcssen, noch was der eigentliche Nutzen unserer Existenz ist. Genau in dieser Unwissenheit unsererseits liegt der Grund f\u00fcr die steigende Zahl an Menschen, die unter Depressionen und Angstzust\u00e4nden leiden.<\/p>\n<p>Deshalb sollte unsere vordringliche Aufgabe darin bestehen, herauszufinden, wie sehr wir tats\u00e4chlich miteinander verbunden sind. Wenn es uns gelingt, ein Gef\u00fchl daf\u00fcr zu entwickeln, dass wir alle Teile eines Systems sind, so werden wir verstehen, welchen Platz wir in der Welt einnehmen. Wir werden Zufriedenheit und Gl\u00fcck daraus sch\u00f6pfen, am rechten Ort, unseren Teil zum Wohlergehen des gesamten Organismus beizutragen.<\/p>\n<p>Jedoch k\u00f6nnen wir dahin nur gelangen, wenn wir nicht aufh\u00f6ren, nach dem Sinn des Lebens zu fragen. Diese fundamentale Frage, die uns manchmal regelrecht entmutigt, ist der Motor, der uns antreibt, eine Antwort zu erhalten. Die Sinnfrage ist jene Kraft, welche die Menschheit dazu dr\u00e4ngt zu lernen und sich zu entwickeln. Wenn wir weiter wachsen wollen, d\u00fcrfen wir niemals aufh\u00f6ren zu fragen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ilan Ramon war der erste israelische Astronaut. Er befand sich an Bord der STS 107, w\u00e4hrend der 28. Mission des Space Shuttle Columbia. 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