{"id":1034,"date":"2022-01-11T16:23:50","date_gmt":"2022-01-11T15:23:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/?p=1034"},"modified":"2022-01-11T16:23:50","modified_gmt":"2022-01-11T15:23:50","slug":"covid-der-karriere-killer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/news\/covid-der-karriere-killer\/","title":{"rendered":"Covid \u2013 der Karriere Killer"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/terr.jpg\" alt=\"\" width=\"249\" height=\"311\"><\/p>\n<p>Covid ist noch nicht einmal zwei Jahre alt, aber schon jetzt ist klar, dass das Virus die Zivilisation gr\u00fcndlich ver\u00e4ndert. Dinge, die wir bis vor kurzem f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich hielten, wie Arbeit, Schule und Unterhaltung, sind auf vielen Ebenen fragw\u00fcrdig geworden. Das Virus wirkt sich nicht nur auf unsere Gesundheit und unser Leben aus. Nein, es ver\u00e4ndert auch unser menschliches Weltbild und unsere Wahrnehmung als Teil der Gesellschaft.<\/p>\n<p>Bevor der Virus bei uns einzog, wurden die Menschen gr\u00f6\u00dftenteils durch ihre Karriere oder ihren Beruf und ihren Lebensstil definiert. Eine Karriere zu haben, war fr\u00fcher ein Symbol f\u00fcr Erfolg. Das Wort hatte einen romantischen Klang und Bilder von h\u00e4ufigen &#8222;Dienstreisen&#8220;, Kreditkarten, einer Wohnung in einem Hochhaus mit einem Wachmann in der Lobby und einem sozialen Status, um den uns andere beneideten.<\/p>\n<p>Irgendwie hat Covid den Glanz getr\u00fcbt. Es ist nicht so, dass die Menschen die Idee einer Karriere g\u00e4nzlich ablehnen, aber sie ist nicht mehr so beneidenswert wie noch vor zwei Jahren, und ihre Faszination nimmt stetig ab.<\/p>\n<p>Wir brauchen immer noch Geld, und das werden wir auch weiter brauchen. Doch wir sind inzwischen weitaus weniger bereit, f\u00fcr das gro\u00dfe Geld und den Status, so viel zu bezahlen und unser soziales Leben, Familie und andere Interessen zu opfern. Zum einen, weil wir es nicht mehr so verlockend finden, und zum anderen, weil andere unsere Karriere-&#8222;Titel&#8220; nicht mehr beneidenswert finden. Sie sehen unsere langen Arbeitszeiten, unsere h\u00e4ufigen Flugreisen und bemitleiden uns daf\u00fcr, so hart arbeiten zu m\u00fcssen, anstatt das Leben zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Aber die Pandemie hat nicht nur unsere Wahrnehmung von Arbeit ver\u00e4ndert. Nach und nach hat sie in uns wieder die &#8222;gro\u00dfen&#8220; Fragen wachgerufen, die wir jahrelang unter dem Existenzdruck in einer hyperkapitalistischen Welt verdr\u00e4ngt haben. Die Frage nach dem Sinn des Lebens.<\/p>\n<p>So wie die Erw\u00e4rmung des Klimas den Permafrostboden auftaut und Gase freisetzt, die die Zusammensetzung unserer Atmosph\u00e4re ver\u00e4ndern. Genauso l\u00f6st der Virus das Eis in unseren Herzen auf und \u00f6ffnet es f\u00fcr lange eingefrorene Gef\u00fchle, die die Atmosph\u00e4re in unserer Gesellschaft ver\u00e4ndern. Wir lernen jetzt mehr sozial und weniger individuell zu denken.<\/p>\n<p>Die Angst vor Infektionen hat uns bewusst gemacht, dass unsere Gesundheit von anderen abh\u00e4ngig ist. Die Krise in den Versorgungsketten aufgrund des Coronavirus zeigt uns, wie abh\u00e4ngig wir voneinander sind, vor allem was unsere Lebensmittel und den Preis f\u00fcr unsere Waren angeht. Aber auch, was den Kauf von Weihnachtsgeschenken, unsere Unterhaltung, unser soziales Leben und unsere Schulen und Ausbildung betrifft.<\/p>\n<p>Es mag uns nicht bewusst sein, aber der Virus lehrt uns, unsere Werte zu \u00fcberdenken. Wen halten wir f\u00fcr gro\u00dfartig und bewundernswert oder wen verachten wir. Es lehrt uns, Menschen nicht danach zu beurteilen, wie viel sie verdienen, sondern danach, wie viel sie zur Gesellschaft beitragen. Zuerst haben wir den Besch\u00e4ftigten im Gesundheitswesen applaudiert, dann haben wir erkannt, dass Supermarktangestellte unverzichtbar sind, und jetzt erkennen wir, dass diese unsichtbaren Menschen diejenigen sind, die es uns erm\u00f6glichen, zu leben und f\u00fcr uns zu sorgen.<\/p>\n<p>Dank des Virus begreifen wir endlich, wie einzigartig jeder Mensch ist, denn jeder leistet einen besonderen Beitrag in Gesellschaft, den kein anderer leisten kann. Darin und nur sind wir alle gleich.<\/p>\n<p>Wenn der Lernprozess der Anerkennung unserer Einzigartigkeit abgeschlossen ist, verschwindet der Hass in unseren Herzen. Wir erkennen, wie wertvoll jeder von uns ist, und wie dankbar wir f\u00fcr die Existenz jedes menschlichen Wesens auf diesem Planeten sind. Sobald dies geschieht, werden wir auch dem Covid dankbar sein &#8211; dem Karriereterminator und Generator von Einheit und Frieden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Covid ist noch nicht einmal zwei Jahre alt, aber schon jetzt ist klar, dass das Virus die Zivilisation gr\u00fcndlich ver\u00e4ndert. 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