{"id":1012,"date":"2021-12-26T03:10:45","date_gmt":"2021-12-26T02:10:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/?p=1012"},"modified":"2021-12-26T03:10:45","modified_gmt":"2021-12-26T02:10:45","slug":"egoismus-wird-die-demokratie-zerstoeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/news\/egoismus-wird-die-demokratie-zerstoeren\/","title":{"rendered":"Egoismus wird die Demokratie zerst\u00f6ren"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.michaellaitman.com\/de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/dest.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\"><\/p>\n<p>Eines der auff\u00e4lligsten Ph\u00e4nomene der letzten Jahre ist vielleicht das schwindende Vertrauen der \u00d6ffentlichkeit in die Regierungen. Ob es sich um Demonstrationen gegen Covid-Beschr\u00e4nkungen, Proteste gegen \u00f6konomische Reformen oder Unruhen gegen politische Ma\u00dfnahmen zu jedem beliebigen Thema von Bildung \u00fcber Migration bis hin zur Verteidigung handelt, die \u00d6ffentlichkeit verliert das Vertrauen in ihre gew\u00e4hlten Vertreter in den demokratischen L\u00e4ndern. Das Problem ist, dass die selbsts\u00fcchtigsten und ausbeuterischsten Personen in die Spitzenpositionen gelangen, und die Bev\u00f6lkerung erkennt das durchaus. Solange wir den missbr\u00e4uchlichen Charakter unserer Beziehungen nicht korrigieren, werden die Regime immer korrupter werden, bis sie schlie\u00dflich ganz auseinanderfallen und Krieg und Gewalt die Oberhand gewinnen.<\/p>\n<p>Seit dem 17. Jahrhundert nahm die moderne Demokratie allm\u00e4hlich Gestalt an, als sich Parlamente zu bilden begannen und K\u00f6nige und der Klerus ihre Macht an gew\u00e4hlte Gremien abtraten. Ihren H\u00f6hepunkt erreichte die Demokratie nach zwei Weltkriegen, als demokratische L\u00e4nder die Welt vor Despoten in Deutschland, Italien und Japan retteten.<\/p>\n<p>Nach dem Ersten Weltkrieg entstand die erste zwischenstaatliche Organisation \u00fcberhaupt, der V\u00f6lkerbund, der sp\u00e4ter in \u201eVereinte Nationen\u201c umbenannt wurde und dessen Hauptaufgabe die Erhaltung des Weltfriedens war.<\/p>\n<p>Doch weder die Demokratie noch die Vereinten Nationen hielten, was sie versprachen. Die Demokratie bot keine wirkliche Meinungsfreiheit, auch wenn sie uns eine Zeit lang den Eindruck vermittelte, dass dies der Fall sei, und die UNO hat bei der Wahrung oder gar der F\u00f6rderung des Weltfriedens v\u00f6llig versagt.<\/p>\n<p>Schlimmer noch, die Menschheit ist im Laufe der Zeit immer egoistischer geworden, ein Trend, der sich in den letzten Jahren nur noch beschleunigt hat und immer noch anh\u00e4lt. Die Menschen von heute sind so sehr mit sich selbst besch\u00e4ftigt, dass sie, wenn man sie mit den Ma\u00dfst\u00e4ben misst, die noch vor wenigen Jahrzehnten galten, als Narzissten &#8222;eingestuft&#8220; w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Weil wir narzisstisch sind, w\u00e4hlen wir Narzissten und setzen sie an die Spitze unserer L\u00e4nder. Anstatt Menschen zu w\u00e4hlen, die sich um unsere Bed\u00fcrfnisse k\u00fcmmern, w\u00e4hlen wir die egoistischsten Menschen, um unsere \u201eoffene\u201c Gesellschaft zu f\u00fchren. In letzter Zeit hat die Selbstverliebtheit der Regierenden sie so korrupt gemacht, dass die Menschen das nicht l\u00e4nger ignorieren k\u00f6nnen. Inzwischen wachen die Menschen auf und sie sind w\u00fctend.<\/p>\n<p>Einerseits ist der zunehmende Unmut der B\u00fcrger gegen\u00fcber den Regierungen ein gutes Zeichen, denn es zeigt, dass die Menschen erkennen, dass unsere F\u00fchrer uns nicht zum Guten f\u00fchren. Auf der anderen Seite ist es eine prek\u00e4re Situation, da die Volatilit\u00e4t der sozialen Spannungen zu heftigen Gewaltausbr\u00fcchen f\u00fchren k\u00f6nnte, deren Art und Ausgang niemand vorhersagen kann.<\/p>\n<p>Eine weitere Gefahr, die sich aus unserem wachsenden Narzissmus ergibt, besteht darin, dass wir die Legitimit\u00e4t der Regierung nicht akzeptieren k\u00f6nnen, wenn diese uns nicht genau das gibt, was wir wollen. Die Demokratie basiert darauf, dass die Mehrheit regiert und gleichzeitig die Bed\u00fcrfnisse der Minderheiten ber\u00fccksichtigt werden. Sie ist nicht daf\u00fcr ausgelegt, eine Situation auszuhalten, in der Minderheiten st\u00e4ndig ihre Fundamente untergraben. Die zunehmende Destabilisierung kann zu einem von zwei Ergebnisse f\u00fchren: Anarchie oder Krieg. Beides ist nicht w\u00fcnschenswert.<\/p>\n<p>Um das zu verhindern, was wie ein unausweichliches Weltuntergangsszenario aussieht, m\u00fcssen wir die Ursache f\u00fcr die Zersetzung der freien Gesellschaften angehen: den menschlichen Egoismus. Das k\u00f6nnen wir nur, wenn wir unserem Egoismus entgegenwirken, indem wir aufzeigen, dass es in unserem ureigensten Interesse liegt, zu kooperieren und aufeinander R\u00fccksicht zu nehmen.<\/p>\n<p>Die derzeitige Realit\u00e4t zeigt nur zu gut, dass wir nichts unternehmen k\u00f6nnen, ohne zahlreiche andere Menschen zu beeinflussen. Jede Verz\u00f6gerung in der Produktions- oder Lieferkette fast aller Produkte f\u00fchrt sofort zu weltweiten Verz\u00f6gerungen, die die Wirtschaft behindern und das Leben von Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>Wenn wir uns dessen bewusst w\u00e4ren und danach handeln w\u00fcrden, k\u00f6nnten wir eine v\u00f6llig andere Welt schaffen. Wir br\u00e4uchten uns keine Sorgen \u00fcber totalit\u00e4re Regime zu machen, da die Verweigerung der Freiheit f\u00fcr andere gleichbedeutend w\u00e4re mit dem Entzug unserer eigenen Freiheit.<\/p>\n<p>Gegenseitige Abh\u00e4ngigkeit schafft Sympathie. Wenn Menschen einander wohlgesonnen sind, beginnen sie, sich nicht nur auf der emotionalen Stufe, sondern auch auf der physischen und materiellen Ebene umeinander zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Die Menschheit produziert alles in H\u00fclle und F\u00fclle. Jeder einzelne Mensch auf der Welt k\u00f6nnte zufrieden sein, wenn wir uns nur umeinander k\u00fcmmern und es so wollen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Anstatt also zu versuchen, das Ego anderer Menschen zu unterdr\u00fccken oder (schlimmer noch) unsere Bosheit unter einem Schleier aus falschem L\u00e4cheln und mit Messern hinter unseren R\u00fccken zu verstecken, sollten wir unsere egoistischen Tendenzen zu unserem kollektiven Nutzen einsetzen. Wenn wir erkennen, dass jeder von uns von allen abh\u00e4ngig ist, wird uns unser Ego zeigen, was zu tun ist, um zu gew\u00e4hrleisten, dass jeder von uns zufrieden und gl\u00fccklich ist.<\/p>\n<p>Bildunterschrift:<br \/>\n(L-R) Italiens stellvertretende Au\u00dfenministerin Marina Sereni, die deutsche Bundesministerin f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Svenja Schulze, der philippinische Au\u00dfenminister Teodoro L Locsin Jr, die deutsche Au\u00dfenministerin Annalena Baerbock, der italienische Au\u00dfenminister Luigi Di Maio, die britische Au\u00dfenministerin Liz Truss und der amerikanische Au\u00dfenminister Antony Blinken, Die kanadische Au\u00dfenministerin Melanie Joly, der kanadische Minister f\u00fcr internationale Entwicklung Harjit Sajjan, der Hohe Vertreter der Union f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten Josep Borrell und der Au\u00dfenminister von Brunei Dato Erywan Pehin Yusof posieren f\u00fcr ein Gruppenfoto w\u00e4hrend des G7-Gipfels der Au\u00dfen- und Entwicklungsminister.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eines der auff\u00e4lligsten Ph\u00e4nomene der letzten Jahre ist vielleicht das schwindende Vertrauen der \u00d6ffentlichkeit in die Regierungen. 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